Polizei ließ sich nicht verwirren

1. Februar 2017 @

Am Sonntag ist es gegen 21.35 Uhr in der Gemarkung Solschen, zwischen dem „Deutscher Kaiser“ und Solschen, auf der L 413 zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem ein Personenwagen in den Graben gefahren ist. Zeugen, die kurz nach den Unfall an der Unfallstelle vorbeikamen, hatten die Polizei informiert.

Alles Verwirren half nicht, der Fahrer wurde gefunden – Foto: JPH

Als die Beamten nach eigenen Angaben vor Ort eintrafen, war der Fahrer bereits von der Unfallstelle verschwunden. Ermittlungen führten die Polizisten zur Halteranschrift, wo sie jedoch nur den Bruder des Halters antrafen. Der gab an, dass sein Bruder hier nicht mehr wohnen würde. Er konnte ihn jedoch telefonisch erreichen und vereinbarte, dass er zur Unfallstelle zurück kommen würde.

Am Unfallort erwarte die Polizei jedoch die nächste Überraschung. Der Wagen war zwischenzeitlich geborgen worden und der Fahrzeughalter war nicht wie vereinbart vor Ort. Die Beamten fuhren nun zur neuen Anschrift des Halters, wo sie den 27-jährigen Fahrzeughalter, den bereits bekannten Bruder (32), noch einen weiteren Bruder (23) und den Unfallwagen vorfanden. Hier ermittelten die Beamten dann, dass nicht der Fahrzeughalter, sondern sein 23-jähriger Bruder den Wagen gefahren hatte. Er räumte gegenüber den Beamten ein, den Wagen gesteuert und in den Graben gefahren zu haben. Bei ihm ergab ein Alkoholtest laut Polizei einen Atemalkoholwert von 1,41 Promille. Aus Angst vor der Polizei habe er den Unfallort verlassen. Dem Mann wurde daraufhin eine Blutprobe entnommen und der Führerschein sichergestellt.

 

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