Polizei beim Lehrter Schützenfest gefordert

31. Juli 2017 @

Noch ist das Lehrter Schützenfest nicht zuende und schon hat es die Polizei mit zahlreichen Einsätzen beschäftigt. Dabei ging es im wesentlichen immer um unfriedlichen Ausgang des Festes oder um Auseinandersetzungen mit dem Sicherheitsdienst. So meldet die Polizei für den Zeitraum von Freitag bis Sonntagmorgen insgesamt fünf Einsätze in diesem Zusammenhang.

Nicht immer verhalten sich die Festgäste vernünftig – Foto: JPH

Es begann am Sonnabendmorgen um 1 Uhr, als auf dem Hohnhorstweg in Lehrte auf dem Parkplatz am Schützenplatz zwei Besucher des Schützenfestes aneinander gerieten. Dabei schlug ein 44-Jähriger einem 24-Jährigen mit einem Fahrradschloss ins Gesicht. Außerdem biss er ihn in den Daumen. Der Hintergrund für diese Streitigkeiten konnte durch die ermittelnden Polizisten bislang nicht geklärt werden. Da der Täter alkoholisiert war, wurde ihm eine Blutprobe entnommen, deren Ergebnis aber noch aussteht.

Zu einer weiteren Tat kam es dann laut Polizei um 3 Uhr ebenfalls am Schützenplatz am Hohnhorstweg. Hier fand zwischen einem Besucher des Schützenfestes (26) und einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes eine Auseinandersetzung statt. Die endete damit, dass der Sicherheitsdienst den Täter fesselte und der Polizei übergab. Zuvor hatte der einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes bespuckt und beleidigt. Da die Identität des Verursachers vor Ort nicht festgestellt werden konnte, wurde er zur Polizeiwache mitgenommen und ins Gewahrsam gebracht. Auf der Fahrt zur

Dienstelle beleidigte und bedrohte er fortwährend die Beamten. Dementsprechend

wurden weitere Strafverfahren gegen ihn eingeleitet. Erst nach Abschluss aller Maßnahmen und der Feststellung seiner Identität wurde er gegen 5.30 Uhr wieder entlassen.

Am Sonnabendabend um 20.30 Uhr setzte sich der polizeiliche Einsatzreigen fort, als auf dem Schützenplatz der Streit zwischen einer Gruppe von Besuchern und den Schaustellern eskalierte. Die Ausgangslage war wohl, so die Polizei, eine Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendlichen, in die sich die Angehörigen einmischten. Letztendlich waren mindestens acht Personen daran beteiligt und es wurden bis jetzt bereits mehrere Strafverfahren wegen Körperverletzung durch die Beamten eingeleitet. Der genaue Ablauf der Geschehnisse konnte aufgrund der aufgeheizten Stimmung und den widersprüchlichen Angaben vor Ort noch nicht genau rekonstruiert werden. Hierzu laufen die Ermittlungen noch.

Gegenüber sieben Personen wurde offiziell ein Platzverbot ausgesprochen. Drei von ihnen hielten sich zu späterer Stunde aber nicht daran und waren zurückgekehrt. Sie wurden darauf erneut des Platzes verwiesen und zusätzlich wurde gegen jeden ein weiteres Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch eingeleitet.

Nicht immer wird der Festplatz friedlich verlassen – Foto: JPH/Symbolbild

Am Sonntagmorgen um 0.30 Uhr waren die Polizisten dann am Festzelt gefordert. Hier verweigerte der Sicherheitsdienst einem bereits vorher auffällig gewordenen alkoholisierten 18-jährigem Mann den Zutritt zum Festzelt. Der jedoch wurde daraufhin aggressiv und beleidigte die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Da er sich nicht beruhigte, sondern sogar Drohungen ausstieß, wurde die Polizei hinzu gerufen. Die brachte den Randalierenden in die Polizeiwache in Lehrte, wo er seinen „Rausch“ ausschlafen konnte.

Um 0.55 Uhr ging es noch einmal ins Festzelt. Zu diesem Zeitpunkt stritten sich nach Polizeiangaben eine 45-jährige Mutter mit ihrem 18-jähriger Sohn, so dass beide das Zelt verlassen mussten. Da sie das nicht beruhigte und sie auch auf dem Schützenplatz weitermachten, wo dann die Gesamtsituation zu eskalieren drohte, wurde gegen beide ein Platzverbot durch die Beamten ausgesprochen. Auch das führte nicht zu dem gewünschten Erfolg. Erst als die Mutter von der Polizei weggebracht wurde, beruhigte sich die Situation erwartungsgemäß.

Das Lehrter Schützenfest endet endgültig am Sonntagabend.

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