Neue Sonderkommission des LKA gegen Automatenknacker

15. Dezember 2015 @

Die Täter gehen immer gleich vor. Sie leiten ein Gasgemisch in den Geldausgabeautomaten von Kreditinstituten ein, bringen es zur Explosion und versuchen danach, das Bargeld aus dem Automaten zu holen. Aufgrund der Detonation und Druckwelle entsteht regelmäßig ein nicht unerheblicher Kollateralschaden und Passanten und anliegende Bewohner sind gefährdet.

Sonderkommission solls jetzt bringen - Foto: GAH

Sonderkommission soll’s jetzt bringen – Foto: GAH

Seit Anfang des Jahres 2015 wurden im gesamten Bundesgebiet bereits über 300 Geldausgabeautomaten auf diese Art und Weise gesprengt, in Niedersachsen gab es in 2015 bislang 21 Fälle, so letztens in Hambühren (siehe SN-Bericht).

Um auch die länderübergreifenden Ermittlungen weiter zu bündeln, hat das Landeskriminalamt (LKA) die zentrale Ermittlungsführung in Niedersachsen übernommen und eine Sonderkommission eingerichtet. Mit Sitz in Hannover besteht sie aktuell aus zehn Beamten, die heute ihre Arbeit aufnehmen werden. Geleitet wird sie von Christian Zahel, Abteilungsleiter 3 im LKA Niedersachsen.

Zahel zu seiner neuen Aufgabe: „Es handelt sich um professionelle Tätergruppierungen, die skrupellos in Niedersachsen, aber auch in angrenzenden Bundesländern aktiv sind. Durch die zentrale Ermittlungsführung werden wir im LKA Analyseergebnisse noch effektiver zusammenführen können. Ziel ist es, die polizeilichen Ermittlungen in Niedersachsen zu koordinieren, Organisationsstrukturen zu erkennen und die Hintermänner zu ermitteln.“

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