Mehrere Personen bei Überfall durch Reizgas verletzt

23. Juni 2017 @

Die direkt an der Durchgangsstraße gelegene Spielhalle in Hohenhameln an der Marktstraße ist Donnerstagvormittag gegen 10.45 Uhr überfallen worden, teilt die Polizei mit.

Täter sprühte intensiv mit Reizgas – Foto: JPH

Ein bisher unbekannter Täter hatte zunächst zehn Minuten vor der eigentlichen Tatausführung die Spielhalle betreten, sich kurz umgeschaut und diese dann wieder verlassen. Als er dann zurückkam, ging er zu der sich zu diesem Zeitpunkt allein dort befindlichen 46-jährigen Angestellten, bedrohte sie mit einem Messer und sprühte ihr Reizgas ins Gesicht. Die 46-Jährige wurde dann aufgefordert das Geld in eine Tasche zu füllen. Während der gesamten Tatausführung soll der Täter weiterhin massiv Reizgas versprüht haben. Nachdem er das Geld erhalten hatte, verließ er die Spielhalle und flüchtete zu Fuß über den auf der gegenüberliegenden Straßenseite gelegenen Parkplatz der Firma Lidl, so doe Polizei.

Neben der Angestellten wurden noch fünf weitere Personen durch den massiven Reizgaseinsatz des Unbekannten verletzt. Hierbei handelt es sich zum einen um zwei zufällig unmittelbar nach der Tat an der Eingangstür zur Spielhalle vorbeikommenden Fußgängerinnen im Alter von 62 und 70 Jahren, die die aus der Spielhalle austretenden Gase eingeatmet hatten. Ebenfalls verletzt wurde eine 53-jährige Frau, die ebenfalls bei der Spielhalle angestellt ist und nach dem Überfall die Spielhalle betreten hatte. Auch zwei der eingesetzten Rettungskräfte erlitten durch das Gas leichte Verletzungen an den Augen und den Atemwegen. Ein Teil der Verletzten wurde durch Rettungswagen in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert.

Bei dem Täter soll es sich der Polizei zufolge um einen etwa 50 Jahre alten Mann mit kurzen Haaren und kräftiger Statur gehandelt haben. Er soll ein gebräuntes Gesicht gehabt und bei der Tat ein graues Basecap mit roter Schrift, eine graue Weste oder Jacke sowie ein dunkle Hose getragen haben. Darunter trug er ein buntes Hemd. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei nach dem Täter verlief bisher ergebnislos. Über die Höhe des erbeuteten Geldbetrages können seitens der Polizei zur Zeit noch keine Angaben gemacht werden.

Aufgrund der Vielzahl von Verletzten waren die Rettungskräfte des Landkreises und die Feuerwehren aus Hohenhameln und Clauen mit einem Großaufgebot im Einsatz. Neben dem leitenden Notarzt des Landkreises Peine war auch der Rettungshubschrauber angefordert worden. Die Polizei bittet Zeugen oder Personen die Hinweise auf den flüchtigen Täter geben können, sich mit der Polizei in Peine unter der Telefonnummer 05171/99 90 in Verbindung zu setzen.

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