Inselfähre vor Wangerooge festgekommen – Seenotretter bergen krankes Kind

18. Oktober 2016 @

SEHDNE-NEWS.DE.  Im Wattenmeer zwischen Wangerooge und Harlesiel ist die Inselfähre „Harlingerland“ gestern Nachmittag mit mehr als 280 Menschen an Bord festgekommen. Die Wangerooger Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben ein erkranktes Kind und seinen Vater geborgen und sicher auf die Insel gebracht. Es ist davon auszugehen, dass die Fähre bei auflaufendem Wasser wieder freikommt.

Die Harlingerland sass im Watt fest und muss auf das Hochwasser warten - Foto: DGzRS – Die Seenotretter

Die Harlingerland sass im Watt fest und muss auf das Hochwasser warten – Foto: DGzRS – Die Seenotretter

Gegen 16.15 Uhr alarmierte die Besatzung der Fähre die Seenotretter. Die Wangerooger Freiwilligen-Crew lief mit dem Seenotrettungsboot „Wilma Sikorski“ aus. Die gut 46 Meter lange Harlingerland war nur etwa eine Seemeile (knapp zwei Kilometer) südlich des Wangerooger Fähranlegers auf dem Weg nach Harlesiel festgekommen. An Bord waren 286 Menschen.

Im Falle eines erkrankten fünfjährigen Jungen handelten die Seenotretter umgehend: Sie übernahmen das Kind samt seinem Vater und brachten beide zurück nach Wangerooge. Aufgrund des ungewöhnlich niedrigen Wasserstandes konnte selbst die flachgehende Wilma Sikorski Harlesiel nicht mehr anlaufen. Auf der Insel musste nun der Landrettungsdienst entscheiden, ob der Junge mit einem Hubschrauber ans Festland geflogen wird.

Wegen des weiter fallenden Wasserstandes gelang es in einem ersten Anlauf nicht, die Fähre freizuschleppen. Gegen 23 Uhr am späten Abend wollen die Wangerooger Seenotretter bei auflaufendem Wasser einen weiteren Versuch unternehmen. Passagiere und Besatzung der Harlingerland bleiben solange an Bord. Da die Inselfähren speziell für dieses Revier und mögliches Trockenfallen gebaut sind, besteht für die Menschen an Bord keine Gefahr.

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