Heuballenbrand bei Wassel

23. Juni 2017 @

Ein vermutlich durch Selbstentzündung ausgelöster Brand eines Heulagers in der Feldmark zwischen Wassel und Bilm hat am Donnerstagmorgen die Einsatzkräfte der Feuerwehr vor eine große Aufgabe gestellt. Aus dem Heulager wurden etwa 760 Ballen vernichtet, Menschen kamen nicht zu Schaden.

Es waren fünf Feuerwehren mit acht Fahrzeugen am Brandort – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Gegen 2.41 Uhr hatten Jugendliche auf dem Weg nach Hause, an der Kreisstraße zwischen Wassel und Bilm eine Rauchentwicklung und Brandgeruch aus einem Heulager kommend bemerkt und den Notruf gewählt. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits Flammen unter einer Plane zwischen den Heuballen hervor. Da sich der Brandort mitten in der Feldmark befand, musste eine Wasserversorgung über eine längere Wegstrecke zum Mittellandkanal eingerichtet werden. Dabei bewährte sich das System, des erst kürzlich in Dienst gestellten neuen Löschgruppenfahrzeugs von Müllingen-Wirringen. Durch die in Schlauchbuchten verpackten Schläuche konnte während der Fahrt die Schlauchleitung verlegt werden – und so deutlich schneller gearbeitet werden.

Nur mit großer Anstrengung kamen die Einsatzkräfte  an die zahlreichen Brandnester heran. Hilfreich war der Einsatz eines Teleskopbaggers eines Landwirts, der damit die Heuballen auseinander zog und die dann durch die Einsatzkräfte abgelöscht. Aufgrund der Witterungsverhältnisse entstand eine gewaltige Rauchentwicklung, die aber gut nach oben abzog, so dass die Einsatzkräfte nur in bestimmten Bereichen unter Atemschutz arbeiten mussten. Gegen mussten gegen 3.49 Uhr zehn neue Atemluftflaschen aus Sehnde nachgefordert werden. Trotz aller Hilfen waren die Löscharbeiten für alle Feuerwehrangehörigen eine kräftezehrende und schweißtreibende Angelegenheit. Die Lösch- und Aufräumarbeiten waren erst gegen 10.30 Uhr beendet.

Nach und nach mussten die Ballen gelöscht werden – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Wassel, Bilm, Müllingen-Wirringen, Bolzum und Sehnde mit zirka 60 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen sowie der Rettungsdienst und die Polizei.

Beamte des Zentralen Kriminaldienstes haben die Ermittlungen aufgenommen und gehen aktuell von einer Selbstentzündung aus. Der entstandene Schaden beläuft sich nach Schätzungen der Polizei auf 5000 Euro.

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