Hamburger Fußballstörer randalieren am Hauptbahnhof Hannover

23. Januar 2017 @

Die Bundesliga läuft wieder und so reisten Sonnabend 1200 Fußballfans des Hamburger Sportvereins meistens friedlich zum Bundesligaspiel Richtung Wolfsburg. 290 gewaltbereite Störer erreichten das Spiel jedoch nicht, sondern traten gleich aus Hannover die Rückreise an.

Die Bundespolizei verhinderte die Weiterfahrt der Störer – Foto: JPH

Bereits in Uelzen kam es laut Bundespolizei zu ersten Rangeleien untereinander. Vier Störern wurde die Weiterreise durch die Bundespolizei untersagt. Im Metronom nach Hannover gab es dann mehrere Sachbeschädigungen. Auch gegen das Alkohol- und Rauchverbot wurde massiv verstoßen. Kurz vor Hannover stoppte der Zug mit rund 400 Reisenden zwangsweise, da die Notbremse gezogen und eine Tür dann gewaltsam geöffnet worden war.

Nach dem Eintreffen im Hauptbahnhof Hannover wurden eingesetzte Bundespolizisten angegriffen und mit Flaschen beworfen. Die Fußballstörer durchbrachen Absperrungen und zündeten Pyrotechnik. Alle verfügbaren Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei wurden angefordert. Die Beamten mussten Schlagstock und Pfefferspray einsetzen. Aufgrund massiver Betretens der Gleise mussten auch die Strecken im hinteren Bereich des Bahnhofs für mehrere Stunden gesperrt werden. Nach der Bestätigung durch den richterlichen Bereitschaftsdienst nahm die Bundespolizei 286 Personen zur Unterbindung weiterer Straftaten und zur Identitätsfeststellung in Gewahrsam. Unter ihnen befanden sich 40 Jugendliche und 14 sogenannte „Gewalttäter-Sport“.

Zwischenzeitlich wurden durch die zuständigen Behörden Betretungsverbote für die Städte Wolfsburg und Hannover ausgesprochen. Nach Abschluss der Maßnahmen ordnete die Bundespolizei für alle Störer die Rückreise an. 83 Bundespolizisten begleiteten die Fahrt, die dann ohne weitere Vorkommnisse verlief.

Bisher sind elf Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch (2), Körperverletzung (2), Sachbeschädigung (3), Widerstand, Bedrohung, Diebstahl und Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen eingeleitet. Insgesamt waren 217 Beamte der Bundespolizei im Einsatz sowie zusätzlich zur Unterstützung 78 Landespolizeibeamte aus Hannover und Braunschweig.

 

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