Fähre Frisia II wieder frei – Seenotretter unterstützten

6. Januar 2016 @

Die bereits Dienstagmorgen zwischen Juist und Norddeich fest gekommene Passagierfähre „Frisia II“ ist am Abend dann aus eigener Kraft und unversehrt wieder frei gekommen. Die rund 650 Passagiere sowie die Besatzung sind zwischenzeitlich unversehrt am Festland im Hafen Norddeich angekommen.

Das Seenotrettungsboot "Cassen Knigge" brachte Sanitäter, Decken und Proviant auf die „Frisia II“ – Foto: DGzRS

Das Seenotrettungsboot „Cassen Knigge“ brachte Sanitäter, Decken und Proviant auf die „Frisia II“ – Foto: DGzRS

Die Fähre war auf dem Weg von Juist nach Norddeich in der Fahrrinne Memmertbalje querab vom Juister Flughafen fest gekommen. In den Wattengebieten der Nordsee war durch anhaltende Ostwindlage der Wasserstand deutlich niedriger als normal. Mit der einsetzenden Ebbe hatte das Schiff über Stunden keine Möglichkeit, die Fahrt fortzusetzen. Da die Fähren speziell für dieses Revier und mögliches Trockenfallen gebaut sind, bestand für die Menschen an Bord keine Gefahr.

Das Seenotrettungsboot „Cassen Knigge“ der Freiwilligenstation Norddeich der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hatte seit Dienstagnachmittag 15 Uhr bei der Fähre auf Standby gelegen und zwischendurch Proviant und warme Decken an Bord gebracht. Außerdem hatten die Seenotretter sicherheitshalber drei Sanitäter auf die Fähre übergesetzt. Mit dem auflaufenden Wasser der Abendtide hatte sich auch die Freiwilligenstation Juist mit dem Seenotrettungsboot „Woltera“ in die Nähe der Fähre gelegt, um gegebenenfalls zu unterstützen.

Um zirka 18.30 Uhr konnte die „Frisia II“ ihre Fahrt endlich Richtung Festland fortsetzen.
Bereits in den vergangenen Tagen hatte der Ostwind für deutlich niedrigere Wasserstände als normal gesorgt. Vor Ort herrschten gestern Temperaturen um minus sechs Grad bei zeitweiligem Schneefall.

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.