Update: Dachstuhlbrand in Köthenwald

9. Mai 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Zu einem großen Einsatz für die Sehnder Feuerwehren ist es heute Nachmittag gegen 17 Uhr gekommen, als ein Dachstuhlbrand in Köthenwald gemeldet wurde. An der B 65, der Köthenwaldstraße 5 gegenüber des Dorff-Platzes, quoll dichter Rauch aus dem Dachstuhl. Gegen 19 Uhr hatte die Feuerwehr den größten Teil der Löscharbeit erledigt und erste Kräfte rückten ab. Menschen sind nicht zu Schaden gekommen.

Das Dach wurde durch die Feuerwehr geöffnet - Foto: JPH

Das Dach wurde durch die Feuerwehr geöffnet – Foto: JPH

Heute Nachmittag gegen 17 Uhr ist im Dachbereich des ehemaligen Guts-Gebäudes hinter dem Platz aus bislang unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Bisherigen Ermittlungen der Polizei zufolge hatte das Klinikpersonal Rauchentwicklung am Dach bemerkt, die Rettungskräfte verständigt und umgehend das Gebäude evakuiert. „Das war ausgezeichnet abgelaufen“, lobte der Sehnder Feuerwehrsprecher Karsten Gurkasch die Arbeit des Personals bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. „Als wir ankamen, war das Gebäude leer und alle Leute auf dem Dorff-Platz in Sichereit.“

Rund um die Gaube waren die Glutnester verteilt - Foto: JPH

Rund um die Gaube waren die Glutnester verteilt – Foto: JPH

Ersten Untersuchungen der Feuerwehr zufolge brach das Feuer im Bereich des Daches aus, ohne jedoch aus dem Gebäudeinneren zu kommen. „Das Feuer war eher ein Schwelbrand ohne große Flammen“ so Gurkasch. „Dabei ist der Brand nicht in einem Raum entstanden, sondern irgendwo zwischen Decke und Dach. Es ist offensichtlich ein völlig isoliertes Feuer, denn kein Zimmer und kein Flur war vom Inneren her betroffen.“  Deshalb ging die Feuerwehr nach ausgiebiger Erkundung auch über das Dach und eine Gaube, an der der Qualm austrat, vor. Von der Drehleiter und aus dem Gebäude wurde mit Einreißhaken das Dach geöffnet und nach Glutnestern geschaut. Und das bei Temperaturen von mehr als 24° Celsius, alles unter Schutzkleidung und Atemschutz, eine schwere Arbeit, die die Feuerwehrleute auf freiwilliger Basis übernehmen.

Die Arbeiten gestalteten sich für die Feuerwehr nicht leicht - Foto: JPH

Die Arbeiten gestalteten sich für die Feuerwehr nicht leicht – Foto: JPH

Mit einem C-Schlauch unter Druck wurde diese Arbeit gesichert, um bei Entdeckung eines Glutnestes sofort eingreifen zu können und außerdem den Feuerwehrmann auf dem Dach zu sichern gegen plötzlich hervortretende Flammen. Gegen 18.30 Uhr waren die wesentlichen Löscharbeiten getan und die ersten Kräfte rückten ab. Zugleich war der GW-Messwagen aus Höver eingetroffen, um die Schadstoffbelastung im Gebäude zu prüfen, und die Feuerwehr setzte Drucklüfter zur Entrauchung des Hauses ein.

Während der Arbeiten war die B 65 zwischen Ilten und Sehnde voll gesperrt, es kam zu Verkehrsbehinderungen. Insgesamt waren rund 70 Feuerwehrleute der Ortswehren Sehnde, Ilten, Höver und Bilm mit etwa zehn Fahrzeugen im Einsatz, dazu die Polizei und der Rettungsdienst.

Der Dachstuhl wurde erheblich beschädigt. Die Schadenshöhe sowie die Brandursache stehen derzeit laut Polizei nicht fest. Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes werden das Haus in den nächsten Tagen untersuchen.

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