Drogenring im Raum Hannover zerschlagen

24. November 2017 @

Seit April 2017 haben Fahnder der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) des Landeskriminalamtes Niedersachsen (LKA)/Zollfahndungsamt Hannover in einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hannover gegen eine albanisch/serbisch/montenegrinische Tätergruppierung aus dem Raum Hannover ermittelt.

In den Tanks des Trucks fand der Spürhund die Drogen – Foto: LKA Niedersachsen

In enger Zusammenarbeit mit Drogenfahndern aus Montenegro und unter Einsatz von Spezialeinheiten des LKA sowie mit Unterstützung der Polizeidirektion Hannover konnten die Beamten am vergangenen Dienstag, 21. November, eine für Hannover bestimmte Großlieferung Marihuana stoppen und drei Tatbeteiligte festnehmen. In Sarstedt wurden laut Polizei ein aus Montenegro stammender 34-jähriger Fahrer eines Sattelzuges und ein 34-jähriger serbischer Fahrer eines Kleintransporters aus Hannover-Empelde bei der Übergabe der Drogen festgenommen.

Doch lange Gesichter gab es zunächst, als die Fahnder nach dem Öffnen der Türen des Sattelaufliegers auf eine leere Ladefläche blickten. Erst ein Rauschgiftspürhund zeigte bei einer weiteren Untersuchung des Sattelzuges deutliches Interesse an den großen Tanks des Zuges. Und in den dort eingebauten Hohlräumen fanden die Ermittler dann zirka 160 Kilogramm Marihuana. Ein weiterer verdächtiger 39-jähriger Albaner wurde im Anschluss in einer Wohnung in Sarstedt festgenommen.

Bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen in Hannover-Empelde und Hannover-Stöcken beschlagnahmten die Beamten dann noch rund 20 Kilogramm Marihuana, Verpackungsmaterial, umfangreiche Kommunikationsmittel, zirka 23 000 Euro Bargeld und zwei Personenwagen. Insgesamt wurden im Zuge des Einsatzes sechs Wohnungen durchsucht. Der Verkaufswert des bisher beschlagnahmten Marihuanas dürfte laut Polizei bei mehr als 400 000 Euro liegen.

Das Marihuana aus den Tanks füllte eine Palette – Foto: LKA Niedersachsen

Die festgenommenen Männer wurden gestern dem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Vorgeworfen wird den Personen der Einfuhrschmuggel von großen Mengen Marihuana aus Albanien in die Bundesrepublik Deutschland sowie der Verkauf im ganzen Bundesgebiet.

Zwei „Kunden“ des 34-jährigen Serben aus Hannover-Empelde waren bereits Anfang Oktober 2017 in Durach bei Kempten in enger Zusammenarbeit mit der Polizei Kempten/Allgäu festgenommen worden, nachdem sie zehn Kilogramm hochqualitatives Marihuana von diesem gekauft hatten. Weiterhin gelang den Fahndern im Mai 2017 die Sicherstellung einer Maschinenpistole mit Magazinen und Munition, nachdem die Beamten im Rahmen der Rauschgiftermittlungen mitbekamen, dass der 34-jährige Serbe aus seinem Heimaturlaub die Kriegswaffe nach Deutschland schmuggeln wollte. Nach einem Tipp der Fahnder aus Hannover wurde die Waffe noch in Serbien beschlagnahmt.

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