Dreimal gab der Computer Alarm am Flughafen

12. Juli 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Gestern meldete die Bundespolizei wieder drei Festnahmen von gesuchte Personen bei der Ein- oder Ausreise am Flughafen übers Wochenende. Die erste Person war am vergangenen Freitag ein 34-jähriger Marokkaner. Gegen ihn bestand laut Polizei ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Zwickau wegen einer begangenen Straftat gegen das Aufenthaltsgesetz. Er hatte die fällige Geldstrafe nicht bezahlt und es vorgezogen, sich ins Ausland abzusetzen. Da er demzufolge die Geldstrafe in Höhe von 150 Euro nicht begleichen konnte, erfolgte die Überstellung an die Justizbehörden. In einem weiteren  Gerichtsverfahren wegen Erschleichen von Leistungen interessierte sich die Justiz ebenfalls für den Aufenthaltsort des Betroffenen. Der ist nunmehr für den nächsten Monat bekannt: Er bleibt für die nächsten 30 Tage in der Justizvollzugsanstalt Hannover.

Die Bundespolizei hatte alles im Computer - Foto: JPH

Die Bundespolizei hatte alles im Computer – Foto: JPH

Am Sonnabend erfolgte dann bei der grenzpolizeilichen Einreisekontrolle seines Fluges aus Pristina/Kosovo die Festnahme eines 33-jährigen albanischen Staatsangehörigen durch die Bundespolizei am Flughafen. Der Betroffene, laut Polizei 2015 vom Amtsgericht Braunschweig wegen Sachbeschädigung verurteilt, hatte die verhängte Geldstrafe nicht bezahlt und auch die Ladung zur ersatzweisen Haftstrafe missachtet. Er hatte jedoch Glück: Ein Familienmitglied bezahlte die geforderte Geldstrafe in Höhe von 1080 Euro bei einem auswärtigen Polizeirevier ein und bewahrte den Albaner so vor Antritt der sonst fälligen 90-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe.

Die Rückkehr von seinem Auslandsaufenthalt hatte sich am Sonntag dann ein 21-jähriger Deutscher doch anders vorgestellt. Er ist nämlich bei der grenzpolizeilichen Einreisekontrolle  seines Fluges aus Antalya/Türkei durch die Bundespolizei direkt festgenommen worden. Gegen den laut Bundespolizei bereits mehrfach in Erscheinung Getretenen lag ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Salzgitter wegen schweren Raubes aufgrund von Fluchtgefahr vor. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen erfolgte eine Überstellung zu den Justizbehörden zur Sicherung der Haftrichtervorführung.

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