Bundespolizei identifiziert mutmaßliche Täter nach Ausschreitungen – Betretungsverbote

4. Dezember 2017 @

Mehr als 20 Personen von insgesamt 125 Fußballanhängern des VFL Osnabrück haben auf der Rückreise vom Auswärtsspiel in Jena am 25. November 2017 beim Umsteigen im Hauptbahnhof Hannover Reisende provoziert und Einsatzkräfte der Bundespolizei angegriffen. Bereits auf der Anfahrt zum Hauptbahnhof Hannover wurde eine Deckenverkleidung beschädigt und ein Feuerlöscher durch ein geöffnetes Fenster des Zuges entleert.

Der Behälter sollte auf die Polizisten geworfen werden – Foto: PD BPol Hannover

Zur Sicherung des Strafverfahrens erfolgte in der vergangenen Woche eine personal- und zeitintensive Auswertung von zahlreichen Zeugenaussagen und Videoaufnahmen durch Beamte der Bundes- und Landespolizei. Die Beamten stellten dabei 17 gefährliche Körperverletzungen durch verschiedene Straftäter fest. Sieben Tatverdächtige sind bereits identifiziert worden. Gegen sie und einen Rädelsführer hatte die Bundespolizeidirektion Hannover zum Auswärtsspiel des VFL Osnabrück bei Werder Bremen II am Sonntag ein Betretungsverbot für Bahnhöfe und Züge erlassen.

Am 25. November provozierten Anhänger des VFL Osnabrück verbal im Personentunnel des Hauptbahnhofes zielgerichtet Männer. Zum Schutz der Reisenden sperrten Einsatzkräfte der Bundespolizei Teilbereiche des Personentunnels ab. Einige Störer versuchten dann, diese Absperrung zu durchbrechen. Durch Einsatz von Reizstoff und Diensthunden konnten sie zurückgedrängt werden. Dabei wurden die einschreitenden Beamten mit Flaschen, Dosen und alten Batterien beworfen. Auch wurde versucht, einen Abfallbehälter den Treppenabgang gegen die Polizisten hinunter zu stoßen. Eine Beamtin verletzte sich an der Hand, ein anderer Beamter wurde gegen den Kopf getreten. Nur der aufgesetzte Helm schützte ihn vor ernsthaften Verletzungen.

Der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Martin Kuhlmann, äußerte sich dazu wie folgt: „Die Bundespolizei sorgt dafür, dass Fußballanhänger, die während der Anreise zum Spiel Straftaten begehen, das Spiel nicht sehen. Gleiches gilt für die Rückreise. Auch hier werden Gewalttätigkeiten und Straftaten konsequent verfolgt und geahndet, sowie Betretungsverbote für zukünftige Spielbegegnungen erlassen. Unser Ziel ist es, die Sicherheit der Bahnreisenden zu gewährleisten.“

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