Bundespolizei hatte den Durchblick und einen Haftbefehl

30. August 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Erneut ist der Flughafen Hannover für zwei Personen zu einem nicht zu überwindenden Nadelöhr geworden. Am Sonntag traf es zunächst einen 34-jährigen Deutschen bei der grenzpolizeilichen Ausreisekontrolle nach Burgas/Bulgarien: Gegen ihn lag auch am Abflugterminal ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Bielefeld vor, so die Bundespolizei.

Mit einer Waffe ins Fluggzeug zu kommen klappte nicht - Foto: JPH

Mit einer Waffe ins Flugzeug zu kommen klappte nicht – Foto: JPH

Nach zuvor ergangenem Gerichtsurteil hatte der Betroffene laut Polizei die vereinbarten Teilratenzahlungen der Geldstrafe von ursprünglich 600 Euro, ersatzweise 20 Tage Haftstrafe, nicht eingehalten und sich vielmehr der Strafvollstreckung  entzogen – bis er nach Hannover kam. Durch sofortige Zahlung von 597 Euro inklusive Verwaltungskosten blieb ihm die Restersatzfreiheitsstrafe erspart und er trat die Reise nach Bulgarien an.

Weniger Glück hatte dann am gleichen Tag laut Bundespolizei ein 59-jähriger Deutscher, der die Luftsicherheitskontrolle zum Flug nach Istanbul/Türkei passieren wollte. Bei ihm behielt die Kontrolle den Durchblick und stellte eine scharfe Feuerwaffe, eine Pistole Kaliber 4 mm, sowie zirka 100 Übungspatronen und 14 Reduzierhülsen zur Aufnahme der Übungsmunition fest. Aufgrund fehlender waffenrechtlicher Genehmigungen fand die Beschlagnahme durch die Bundespolizei statt. Nach Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wurde der Betroffene von der Dienststelle entlassen, erreichte aber seinen Flug nicht mehr – von dem war er vorher schon zurückgetreten.

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