Angriffe auf Polizeibeamte beim Spiel von Hannover 96

2. Oktober 2017 @

Bereits bei der Anreise zum Fußball-Bundesligaspiel von Hannover 96 nach Mönchengladbach gingen Fans von 96 am Sonnabendmorgen, auf Polizeibeamte los. Diese wehrten die Angriffe ab und stellten von 157 Fans die Personalien fest. Ohne das Spiel im Stadion sehen zu können, traten die Hannoveraner danach umgehend die Heimreise an.

Die Bundespolizei war konsequent beim Zurückschicken – Foto: JPH

Um 13.04 Uhr reisten zirka 190 weitere „Gastfans“ aus Hannover mit dem RE 10 616 in Düsseldorf an. Dort angekommen widersetzten sich diese Fans laut Polizei trotz mehrmaliger Aufforderung ihren Anweisungen, die Anschlussverbindung zu nehmen. Die Fans wurden darauf hingewiesen, dass sie den Spielbeginn verpassen würden, wenn sie nicht in den nächsten Region-Express einstiegen. Der Zug wurde bereits über 15 Minuten lang aufgehalten, damit sie noch rechtzeitig zu Spielbeginn am Stadion hätten eintreffen können. Widerwillig kamen sie der Aufforderung nach.

Der Zug fuhr mit einem Zwischenhalt unter Begleitung von Einsatzkräften der Bundespolizei über den Mönchengladbacher Hauptbahnhof zum Rheydter Hauptbahnhof. Im Zug kam es zu verbalen Auseinandersetzungen. Die Hannoveraner verließen im Mönchengladbacher Hauptbahnhof ohne Grund und unerwartet den Zug. Am Bahnsteig gab es Flaschenwürfe gegen die Polizeibeamten. Im Rahmen dieser Auseinandersetzungen wurde ein ziviler Polizeibeamter verletzt. Der Polizeibeamte trug eine leichte Verletzung im Gesicht davon und ist weiterhin dienstfähig.

Durch die Unterstützung der anwesenden Landespolizei wurden die Identitäten der Hannoveraner festgestellt. Es wurden 15 Ermittlungsverfahren wegen Widerstand, Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch eingeleitet. Fünf Tatverdächtige sind bislang identifiziert.

Das Fußballstadion erreichten diese Hannoveraner nicht mehr rechtzeitig, sondern traten um 17.22 Uhr ihre Rückreise an. Auf der Rückreise wurden sie von Einsatzkräften der Bundespolizei begleitet. In Duisburg mussten die Fans umsteigen. Auch hier wurde erneut die polizeiliche Aufforderung ignoriert, den Anschlusszug zu nehmen. Die eingesetzten Polizeibeamten leiteten und drängten diese Gastfans auf den entsprechenden Bahnsteig und begleiteten sie bis nach Hannover. Im weiteren Verlauf gab es keine weiteren Vorkommnisse.

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