Wolf: NABU startet Herdenschutzprojekt in Niedersachsen

25. März 2017 @

Weidetierhaltung und vor allem die Schaf- und Ziegenhaltung befinden sich heute auf dem Rückzug, sowohl was die Anzahl der gehaltenen Tiere als auch was die Zahl der Nutztierhalter betrifft. Die Anwesenheit von Wölfen und eine steigende Zahl von Nutztierrissen in Niedersachsen können zu großer Verunsicherung und sinkender Akzeptanz des Wolfs führen. Der NABU Niedersachsen startet nun ein Herdenschutzprojekt in Niedersachsen. Mittels dieses Projektes sollen in den kommenden drei Jahren Partner für die Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen zur Sicherung extensiver Weidetierhaltung vor dem Wolf gefunden werden.

Freilaufende Nutztiere sollen vor dem Wolf geschützt werden – Foto: JPH

Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen, erklärt: „Wir freuen uns, dass wir dieses wichtige und kontroverse Thema hochprofessionell angehen können. Der NABU heißt den Wolf seit Wiederauftreten in Deutschland willkommen, da er eine sehr wichtige Rolle im Naturhaushalt spielt, indem er zum Beispiel die Wildbestände gesund hält. Von Anfang an war aber bewusst und auch kommuniziert, dass es Probleme für Nutztierhalter geben kann. Neben der umfangreichen sachlichen Informationsarbeit in den vergangenen Jahren soll dieses Projekt nun dazu beitragen, die Akzeptanz des Wolfs bei den Nutztierhaltern zu erhöhen. Mit praktischer und unkomplizierter Hilfe soll die Beweidung für die Natur- und Landschaftspflege bei Wolfsanwesenheit vom NABU unterstützt werden.“

NABU-Projektleiter Peter Schütte erklärt den Schwerpunkt des Projektes „Herdenschutz in Niedersachsen“: „Im Vordergrund steht die Ausbildung Ehrenamtlicher in der Fläche Niedersachsens, um in verschiedenen Einsatzgebieten praktische und schnelle Hilfe für Weidetierhalter leisten zu können und zur Erkenntnisgewinnung in der Interaktion Wolf, Nutztier, Mensch in dichtbesiedelten Regionen beizutragen.“

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