Wildschweine „zahlen“ für ihre Versorgung

8. April 2016 @

SEHNDE-NEWS. Ein Jäger fand einige Schmuckstücke vor wenigen Tagen an einem Futterplatz für Schwarzwild in Unterlüß. Die hatten offensichtlich die versorgten Wildschweine mitgebarcht. Der Waidmann gab die „Bezahlung“ daraufhin beim Fundbüro der Gemeinde ab. Die Mitarbeiter dort informierten dann aufgrund dieses ungewöhnliches Fundes die Polizei.

Der Wald birgt viele Geheimnisse, die nur die Schweine kennen - Foto: JPH

Der Wald birgt viele Geheimnisse, die nur die Schweine kennen – Foto: JPH

Es handelte sich offensichtlich um Goldschmuck, bestehend aus zwei Uhren, einer Krawattennadel und zwei Halsketten, die die Tiere da an den Jäger „weitergereicht“ hatten. Gefunden haben sie die Schmuckstücke an der „Kirrung“, so die Polizei. Die Beamten der Polizeistation Unterlüß legten die Sachen dann einem Juwelier zur Begutachtung vor. Dieser stellte fest, dass die Stücke jedoch lediglich aus Silber gefertigt waren und daher keinen bedeutenden Sachwert darstellen. Derzeit prüft die Polizei noch, ob es sich bei dem Schmuck eventuell auch um sogenanntes Diebesgut handeln könnte. Andernfalls hätte der Finder einen gesetzlichen Anspruch auf die Gegenstände – unklar ist noch, ob dies der Jäger sein wird oder doch die Schweine.

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