Wildschweine sind immer noch auf dem Vormarsch

18. April 2016 @

SEHNDE-NEWS. Hartmut Scholz aus Lehrte begrüßte am Donnerstag, 7. April, mehr als 100 Jäger und Jagdhornbläser zur Jahreshauptversammlung des Hegeringes „Das Große Freie“ in der Gaststätte „Zur Linde“ in Bilm. Hegeringleiter  Scholz ehrte nach der Begrüßung und dem Gedenken an die Verstorbenen zahlreiche Anwesende für langjährige Mitgliedschaft.

Sabine de Wall erhielt aus den Händen des Schießobmannes Achim Warneke einen Wanderpokal für gute Schießleistungen – Foto: Hegering Das Große Freie

Sabine de Wall erhielt aus den Händen des Schießobmannes Achim Warneke einen Wanderpokal für gute Schießleistungen – Foto: Hegering Das Große Freie

20 Jahre dabei ist Rosita Schottmann vom Jagdhornbläserkorps,  das die Veranstaltung musikalisch begleitete. In seinem folgenden Bericht über jagdliche Themen ging Scholz auf geplante Änderungen im Jagdrecht ein. So soll der Bleianteil in jagdlicher Munition auf ein Mindestmaß reduziert werden und Jäger werden in Zukunft verpflichtet, einen Schießnachweis vorzuweisen.

Die Wildschweinbejagung ist auch im Bereich Lehrte und Sehnde ein aktuelles Thema. Zum Einen nehmen die Bestände stetig zu und der durch Sauen verursachte Schaden in der Landwirtschaft wird immer größer, zum Anderen kann die Afrikanische Schweinepest, die bereits in Polen festgestellt wurde, über Wildschweine auf Hausschweine übertragen werden.  Die afrikanische Schweinepest ist eine nicht auf den Menschen übertragbare, aber für Schweine überwiegend tödlich verlaufende Viruserkrankung. Beim Ausbruch der Seuche in einem Schweinehaltungsbetrieb muss der gesamte Bestand getötet werden.

Eine intensive Bejagung der Schwarzkittel kann das Risiko von Erkrankungen und Übertragungen minimieren. Die Jagdpächter sollten insbesondere bei verendeten oder verunfallten Wildschweinen Blutproben entnehmen und an das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) schicken, um frühzeitig eventuelle Infektionen festzustellen.

Der erweiterte Vorstand (v.l.) mit Schriftführer Christian van der Haar, musikalische Leiterin des Jagdhornbläserkorps Maike Unger, Obmann für Öffentlichkeit Ulf Schärling, Schatzmeister Martin Bartels, Hundeobfrau Ulla Frank, Hegeringleiter Hartmut Scholz, stellvertretender Hegeringleiter Jürgen Kollecker und Schießobmann Achim Warneke – Foto: Hegering Das Große Freie

Der erweiterte Vorstand (v.li.) mit Schriftführer Christian van der Haar, musikalische Leiterin des
Jagdhornbläserkorps Maike Unger, Obmann für Öffentlichkeit Ulf Schärling, Schatzmeister Martin
Bartels, Hundeobfrau Ulla Frank, Hegeringleiter Hartmut Scholz, stellvertretender Hegeringleiter
Jürgen Kollecker und Schießobmann Achim Warneke – Foto: Hegering Das Große Freie

Der Rehwildbestand ist weiterhin als gut und gesund zu betrachten. Sorgen machen nach wie vor die Populationen von Hasen und Fasanen. Neben strukturellen Veränderungen der Lebensräume macht diesen Niederwildarten das verstärkte Vorkommen von Raubwild, wie Füchse, Marder, Waschbären, Marderhunde und Dachse zu schaffen. Nachdem die Obleute für Schießwesen,  Jagdhunde, Jagdhornbläser und Öffentlichkeitsarbeit ihre Berichte über die Aktivitäten der letzten zwölf Monate abgegeben hatten, wurde der Schatzmeister des 297 Mitglieder zählenden Hegeringes und der Vorstand entlastet.

Hingewiesen wurde auch noch auf den Ferienpass der Stadt Sehnde: Am 10. Juli wird der Hegering wieder auf dem Vorwerk Neuloh in Rethmar eine Aktion für Kinder aus Lehrte und Sehnde anbieten.

Nachdem Hegeringleiter Scholz die Veranstaltung beendete hatte, begutachteten die anwesenden Jäger noch ausgiebig die ausgestellten Trophäen und nutzten die Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Hier und da hörte man auch ein wenig Jägerlatein.

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