Viel Schnee beim 3. Knutfest in Bilm

26. Januar 2016 @

Weihnachtsbäume werden normalerweise am 6. Januar entsorgt, in der Biotonne, beim Wertstoffhof oder als Tierfutter im Zoo. Das aber war den Bilmer schon seit Jahren zu einfach, und so erfanden sie ihr „Knutfest“. Das startete am Sonnabend, 16. Januar, auf dem ECB-/Schützenplatz in Bilm. Gastgeber des sportlichen Weihnachtsbaum-Wettkampfes waren die Sehnder Vereine, die Kirche und der Ortsrat. Das Fest gab es 2016 zum dritten Mal, nach einer zweijährigen Pause.

Beim Weitwurf kam es auf die richtige Technik an - Foto: JPH

Beim Weitwurf kam es auf die richtige Technik an – Foto: JPH

Während beim skandinavischen St.-Knuts-Tag am 13. Januar nur die Weihnachtszeit endet und die Bäume entsorgt werden, haben die Bilmer mit den dann überflüssigen Tannen etwas besseres vor: Sie werfen damit um sich. Jeder Bilmer konnte für den Weihnachtsbaumweitwurf sein eigenes Sportgerät mitbringen und bekam am Ende dafür sogar noch ein Tombola-Los. Denn nach getanem Werfen wanderten die Bäume ins Lagerfeuer. Der Wurf, bei dem es natürlich um die größte Weite ging, kostete einen Euro. Der kam am Ende der Veranstaltung dem Sehnder Civitan Club für seine Arbeit zugute. Die größte Weite an diesem Abend hatten bis etwa 18 Uhr bei den Männern Thomas Bunnenberg mit 7,70 Metern und bei den Frauen Vicky Fischen mit 5,60 Metern vorgelegt.

Am Lagerfeuer wurde es zusehends gemütlicher - Foto: JPH

Am Lagerfeuer wurde es zusehends gemütlicher – Foto: JPH

Für das Lagerfeuer hatten die Bilmer zahlreiche Bäume mitgebracht, so dass die Feuerwehr keine Mühe hatte, den verschneiten Festplatz ausreichend zu erwärmen. Auf Grund der Menge der gelieferten Bäume gab es zahlreiche Tombola-Lose, die um den Hauptpreis, Sporttaschen mit gemischtem Inhalt aus Spenden lokaler Unternehmen, in der Trommel warteten. Auf dem Festplatz gab es neben warmen und kühleren Getränken auch Grillgut, Kinderpunsch und Kakao.

Auch im Zelt an der Getränke- und Grillquelle war der Andrang groß - Foto: JPH

Auch im Zelt an der Getränke- und Grillquelle war der Andrang groß – Foto: JPH

Am Abend gegen 18.30 Uhr gab es eine Feuershow. „Dafür haben wir richtige Profis verpflichtet“, sagte der Knutbeauftragte Lutz Alswede. Die bauten ihr Equipment hinter dem Wurfstand auf und zeigten ihr ganzes Können: Fächertanz, Körperflammen, Jonglage , Feuerschlucken und –spucken und, „wenn alles klappt, einen Funkenregen“, sagte Catrin König, weiblicher Anteil des Duos IgnisLibra und Zacharias aus Bröckel. Auch nachdem die Show beendet war, blieben die Bilmer noch lange beisammen und feierten die „After-Knut-Party 2016 – und berieten sicher schon, ob es 2017 wieder ein solches Fest geben soll.

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