Verwirrspiel um 96-Manager beendet?

1. Dezember 2017 @

Während heute Mittag bei Hannover 96 zum Thema „Bleibt er oder geht er“ noch herumgeeiert wurde, hat nun der 1. FC Köln einen Schlussstrich gezogen – und entschieden: Er bleibt. Die Rede ist von Manager Horst Heldt, der erst dieses Jahr als Glückgriff zu Hannover 96 gekommen war. Der nämlich hätte sicher auch gerne den zurückgetretenen Manager der Geißböcke, Jörg Schmadtke, ersetzt. Der wiederum war ja schon auf gleiche Weise aus Hannover abgezogen und hatte dann beim 1. FC Köln angeheuert. Nun sollte Heldt auf Kölner Wunsch dort die Vakanz als dessen Nachfolger beheben.

Während der Pressekonferenz gab es nur Fragen zum Spiel – Foto: JPH

Dagegen sprach sich allerdings umgehend der Präsident von Hannover 96, Martin Kind, aus, der zu Recht auf einen laufenden Vertrag verwies und die Abgabe des erfolgreichen Managers „1000-prozentig“ ausschloss. Nach einem angemeldeten Gespräch von Heldt mit der Kölner Führung besprach man sich danach vereinsintern bei 96 am Mittwoch. Donnerstag erwarteten die Medien dann eine offizielle Aussage zum Verbleib.

Doch in einem Pressegespräch nach der üblichen Pressekonferenz in der HDI Arena zum Spiel der Roten bei Bayern München am Sonnabend blieb es dann beim überraschenden „Nix-Genaues-weiß-man-nicht“. Horst Heldt sagte vielmehr den zahlreichen Journalisten, die eigentlich nur dieses Themas wegen gekommen waren: „Ich kann weder das eine noch das andere verkünden. Ich bin mit voller Überzeugung nach Hannover gekommen und habe einen Vertrag, den Martin Kind erfüllt haben will. Wir werden ein weiteres Gespräch führen.“ Der Prozess war am Mittag also noch nicht abgeschlossen, vielmehr sollte die Gesprächsrunde der 96-Führung erst fortgesetzt werden – allerdings auch zum Gesamtpaket Hannover 96, nicht nur über den Fortgang oder Verbleib des Managers allein. Dabei ginge es auch um Zukunftsoptionen und beispielweise die Verständigung mit den Fans, so Heldt. Parallel meldeten einige Medien allerdings schon den Verbleib von Horst Heldt in Hannover – zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich noch zu früh.

Nach der Konferenz gab es die Aussage, es ist nichts entschieden bisher – Foto: JPH

Denn die Entscheidung der Kölner, sich nicht weiter um Horst Heldt zu bemühen, fiel offensichtlich später und war nicht mit dem Manager abgestimmt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge erklärte Kölns Präsident Werner Spinner später, man verzichte auf die Fortsetzung des Gesprächs, zumal Heldt nur ein Kandidat unter mehreren sei – und man wolle das Verhältnis zu Hannover 96 nicht beschädigen. Damit ist es nun amtlich, soweit das im Fußball überhaupt geht: Horst Heldt bleibt in Hannover!

Kommentare gesperrt.

© 2018 Sehnde-News.