Therapeutisches Bogenschießen für Patienten – ein Angebot mit „Wirkung“

12. August 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Seit einem Jahr lernen die Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie „Auf der Bult“ Bogenschießen. Dafür fahren sie wöchentlich in Gruppen in die „Arena Sehnde“ in die Stadt vor den Toren von Hannover, wo sie unter professioneller Anleitung trainiert werden. Dieses spezielle Pilotprojekt wird als sinnvolle Ergänzung der therapeutischen Angebote der Kinderklinik von der Dr. Ing. Horst und Lisa Otto Stiftung (Hannover) großzügig gefördert.

Das Bogenschießen unterstützt die Therapie der Klinik - Foto: Stiftung Hannoversche Kinderheilanstalt

Das Bogenschießen unterstützt die Therapie der Klinik – Foto: Stiftung Hannoversche Kinderheilanstalt

Die Kinder und Jugendlichen zwischen sechs und 18 Jahren mit psychischen Erkrankungen, die im Kinder- und Jugendkrankenhaus  „Auf der Bult“ aufgenommen werden, leiden unter Traumatisierungen, Depressionen, Konzentrations- und Essstörungen, Autoaggression und vielem anderem mehr. Für den therapeutischen Erfolg ist es wichtig, dass sie in Ergänzung zu den Einzel- und Gruppentherapien auch prägende körperliche Erfahrungen machen, die das Selbstwertgefühl und die Körperwahrnehmung steigern. Dies kann das Bogenschießen bewirken. Carsten Nothvogel, Geschäftsführer der Arena Sehnde, leitet die Bogenschieß-Kurse für Kinder und Jugendliche unter therapeutischen Aspekten.

Die Dr. Ing. Horst und Lisa Otto Stiftung fördert das therapeutische Bogenschießen auch weiterhin - Foto: Stiftung Hannoversche Kinderheilanstalt

Die Dr. Ing. Horst und Lisa Otto Stiftung fördert das therapeutische Bogenschießen auch weiterhin – Foto: Stiftung Hannoversche Kinderheilanstalt

Das Angebot wird von den Kindern und Jugendlichen mit Begeisterung angenommen. Auch für die Ärzte, Therapeuten und Pädagogen „Auf der Bult“ hat dieses Zusatzprogramm einen hohen Stellenwert. „Das Bogenschießen bringt den Kindern sehr viel, weil sie durch die Atemtechnik und Konzentration gut runterfahren konnten, was besonders für die Kinder mit ADHS wertvoll ist. Auch die schüchternen, in sich zurückgezogenen Kinder haben von dem Kurs profitiert, weil sie – durch gute Erfolge angespornt – aus sich herauskommen konnten. Der gemeinsame Nachmittag fördert zudem den Gruppenzusammenhalt“, so die einhellige Meinung der Mitarbeiter des Kinder- und Jugendkrankenhauses  „Auf der Bult“.

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