Tauchervereinigung AGFFN tagt in Sehnde

30. April 2019 @

Zu ihrer 19. Vollversammlung ist die Tauchervereinigung Arbeitsgruppe der Feuerwehrtaucher und Fachdienste Nord (AGFFN) nach Sehnde gekommen und hat sich in der Mensa der KGS mit rund 90 Personen getroffen. Die AGFFN, das sind die Freiwilligen und Berufsfeuerwehrtaucher, die Taucher der Bundeswehr, Polizei, des THW, DLRG, DRK, ASB und der Johanniter. Das Forum dient unter anderem dazu, sich abzustimmen, neue Technik zu begutachten und aus Einsätzen zu lernen.

Der neue Vorstand der AGFFN mit dem Sprecher Jörg Unverzagt (3.v.re.vo.) – Foto: JPH

Die Tagung, die jährlich stattfindet, wählte dieses Mal auch den neuen Vorstand des Zusammenschlusses der Länder Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg. Im kommenden Jahr trifft sich die AGFFN dann in Rostock.

Nach den Berichten der Arbeitskreise Ausbildung, Technik und Internet standen dann diese Vorstandswahlen auf dem Plan. Neben Unverzagt und seinem Vertreter Marcus Haacke sind die Arbeitskreisleiter Jan-Frederik Schlie (Fachdienste), Michael Hattwig (Technik) und Danny Lobsteion und Cedric Bätje (Ausbildung) als Vorstand von den Anwesenden gewählt worden. „Entstanden war die Idee zum Zusammenschluss der rund 200 Tauchergruppen auf gemeinsam besuchten Lehrgängen, die für den Erhalt der Taucherscheine alle drei Jahre notwendig sind“, erzählt der neue Sprecher und Vorsitzende Jörg Unverzagt aus Wolfsburg. „Und jedes Jahr gibt es nun bei unserer Tagung einen besonderen Schwerpunkt, um den sich das Programm dreht. Dieses Jahr ist es das Arbeiten in schmutzigen Gewässern.“

Ein starker Verbund für die Bürger in Norddeutschland ist die AGFFN – Logo: AGFFN

Auf der Tagung in Sehnde zeigte die Tauchindustrie auch neue Produkte und beriet die Taucher. „Außerdem können die Taucher hier mit den Firmen Fehler und Probleme ihrer Produkte besprechen und Bedarf darstellen“, so Unverzagt. „Dabei haben wir schon viele technische Verbesserungen erreicht.“ Damit stellt die AGFFN einen Ansprechpartner für die Industrie dar – aber auch gegenüber den Arbeitgebern spricht er mit einer Stimme. „Es bestehen leider überall die Bestrebungen, die Tauchergruppen einzusparen“, so Unverzagt. „Doch wer soll dann die Arbeiten im und vor allem unter Wasser erledigen, wenn jeder meint, er kann seine Kosten durch die Streichung seiner Tauchgruppen senken? Die Gruppen sind außerdem zur Sicherung des eigenen Personals und Rettung von Bürgern bei Hochwasser, Rettungen aus Talsperren und Kanälen eingesetzt und zur Arbeit an gefährlichen Ufern befähigt. Einsätze der Hilfskräfte am Wasser sollten immer durch Taucher abgesichert sein – und das geht eben nur mit Fachpersonal und Spezialgerät.“ Das übrigens kann die Sehnder Feuerwehr bestätigen, die unter anderem einen Wassereinbruch auf dem Mittelandkanal vergangenes Jahr zu bewältigen hatte – ohne Taucher  ging da nichts.

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.