Präventionsrat Sehnde in der „Me Too“-Debatte engagiert

2. Mai 2018 @

Die Enthüllungen rund um die sexuellen Belästigungen durch Harvey Weinstein haben eine internationale gesellschaftliche Debatte angestoßen. Unter dem Hashtag #MeToo berichten weltweit vorwiegend Frauen von Sexismus und sexualisierter Gewalt, die sie erfahren haben. Der Arbeitskreis (AK) häusliche Gewalt in Sehnde hat die gesellschaftliche Debatte aufgegriffen und die unterschiedlichen Facetten beleuchtet.

Der Präventionsrat erklärt sein Engegement – Logo: Stadt Sehnde

Was steckt hinter der Me Too- Kampagne?
Unter dem Titel „Schwesterchen, setz dich doch mal zu mir ins Bett“ in der Süddeutschen Zeitung  (Ausgabe vom 08.04.2018) berichten Frauen von sexuellen Übergriffen in ihren Berufsfeldern, so eine Krankenschwester, eine Polizistin, eine Soldatin, eine Köchin, eine Studentin und viele mehr. Die meisten Frauen schildern, wie ohnmächtig sie sich teilweise in den erlebten Situationen fühlten.

Warum beschäftigt sich der AK häusliche Gewalt in Sehnde damit?
Sexualisierte Gewalt ist eine Form von häuslicher Gewalt. Abhängigkeitsverhältnisse werden ausgenutzt, um die eigene Machtposition mittels erzwungener sexueller Handlungen zu festigen. Im Kern geht es um Machtmissbrauch, nicht um Flirts oder gar einvernehmlichen Sex – denn letztere passieren nur auf Augenhöhe oder als Gleichberechtigte.

Wie weit verbreitet ist sexualisierte Gewalt?
„Allein in Deutschland ist jede dritte Frau von sexualisierter oder körperlicher Gewalt betroffen. Sexuelle Belästigung als eine bestimmte Form sexualisierter Gewalt haben wiederum 58,2 Prozent erfahren müssen. Es passiert in der Öffentlichkeit, am Arbeits- oder Ausbildungsplatz und im persönlichen Umfeld, in allen gesellschaftlichen Schichten: Es gibt also keinen Ort, an dem sexuelle Belästigungen nicht vorkommen. Besonders stark trifft es dabei junge Frauen, Frauen mit Behinderung, Frauen of Colour und Transfrauen“, berichtet Anne Wizorek in einem Gastkommentar für die Deutsche Welle zu dem Thema, zitiert der Arbeitskreis. „Das möchten wir ändern und dazu einen Beitrag leisten. Nur wenn das Thema weiter in der Öffentlichkeit steht, entsteht mehr Sensibilität für das Thema und gesellschaftliche Veränderungen können angestoßen werden“, so der Arbeitskreis. „Es geht um einen respektvollen und partnerschaftlichen Umgang miteinander, der jede Form von Gewalt ausschließt.“

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.