Plaza-Festival startet die Open–Air Saison

31. Mai 2017 @

Bei strahlendem Sonnenschein feierten rund 25 000 Besucher auf dem Platz vor der TUI-Arena in Hannover das Plaza-Festival 2017. Zu Beginn der Veranstaltung hatten die „Grüne Jugend“ und Anhänger von „Die Partei“ gegen den Auftritt von Xavier Naidoo und den Söhnen Mannheims wegen ihres umstrittenen Songs „Marionetten“ demonstriert.

Die Söhne Mannheims traten am Anfang und am Ende auf – Foto: Hannover Concerts

Mit verteilten Flyern wurde Kritik an Textpassagen geübt, in denen es unter anderem um Gewalt gegen Volksvertreter geht. Der NDR als langjähriger  Unterstützer des Plaza-Festivals hatte sich deswegen kurzfristig entschlossen, in diesem Jahr als Präsentator auszusteigen.

Nach dem Anschlag von Manchester hatte Hannover Concerts-Geschäftsführer Nico Röger bei den Einlasskontrollen für Sicherheitsschleusen und Metalldetektoren gesorgt, wie sie sonst auf Flughäfen üblich sind. Die umsichtige Umsetzung dieser Maßnahmen durch den erfahrenen Sicherheitsdienst fand jedoch überwiegend Verständnis bei den vielen Festival-Fans.

Musikalisch eröffnete Henning Wehland, einer der Söhne Mannheims, am Nachmittag den Marathon-Tag. Mit Max Giesinger, Bastille und Walking on Cars wurden weitere unterschiedliche Musikrichtungen bedient.

Am frühen Abend zeigte dann Songwriter Bosse, zu welchen gesanglichen und sportlichen Aktivitäten er auf der Bühne und im Publikum in der Lage ist. Vor seinem Song „Istanbul“ hatte Bosse noch eine politische Botschaft an seine Fans zu verkünden: „Ich wünsche der Türkei Frieden und Gerechtigkeit, und ich habe keinen Bock auf einen Rechtsruck und Lügenpresse-Gelaber“; der Applaus fiel entsprechend großartig aus.

Der  Abschluss der Power-Fete auf der Expo-Plaza blieb wieder den Söhnen Mannheims vorbehalten, die mit ihrem Auftritt diejenigen Besucher, die bis zum Ende dieses schweißtreibenden Tages durchgehalten hatten, noch einmal in Party-Stimmung versetzten.

Joachim Otte/JPH

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