Lonea in Bilm wird Verein

2. März 2017 @

Die Bilmer Flüchtlingshilfe Lonea der Evangelischen Freikirche Sehnde ist jetzt zu einem Verein geworden. Dies teilte ihr „Gemeindevertreter“ Christian Bruns jetzt mit. Bislang war die in mehreren Ortsteilen von Sehnde und bei ENAS sehr aktive Gruppe ein einfacher „Zusammenschluss“, der die Integrationsarbeit, wie Deutschkurse, Patenschaften und Ausfüllhilfen unterstützte. „Doch mit dem Vereinsstatus können wir einfach mehr leisten“, sagte Initiator Christian Bruns. „Und so war die Gründung ein logischer Schritt.“ Seit dem 4. Januar ist die Gründung erfolgreich gewesen.

Der neue Vereinsvorstand mit Andreas Bruns, Florian Lackert, Tabea Lackert, Christian Bruns, Jana Bruns, Steven Masala, Aras Oskan und Thomas Dallendörfer (v.li.) – Foto: Lonea

Zunächst hat die Gruppe einen Vorstand gewählt, um die Vereinsvoraussetzungen zu erfüllen. Dabei übernahm Christian Bruns den Vorsitz, wobei er von seiner Frau Jana, seinem Bruder Andreas sowie Florian und Tabea Lackert, Steven Masala, Aras Oskan und Thomas Dallendörfer unterstützt wird. Vier Mitglieder kommen dabei von außerhalb Sehndes. „Wir waren 22 Gründungsmitglieder und sind inzwischen auf 30 Vereinsmitgliederangewachsen“, so Bruns. Die Organisation arbeitet intensiv mit ENAS, der Sehnder Flüchtlingshilfe und ihrer Koordinatorin Maria Myrach, der evangelischen Freikirche und der evangelisch-lutherischen Kirche in Sehnde zusammen. „Wir haben christliche Wurzel und sind eine Kirche, aber wollen mit dem Verein überhaupt nicht missionieren“, betont Bruns. „Bei uns kann jeder Mitglied werden, der sich mit unseren Vereinszielen identifiziert und die Satzung akzeptiert. Auch Atheisten sind uns willkommen.“

So unterstützt der Verein unter anderem die Fahrradwerkstatt in Rethmar, bietet Hilfen bei Amtsbesuchen, Posteingängen und Sprachproblemen. Auch bei Job Center-Besuchen, Bewerbungsarbeiten und dem Verfassen von Lebensläufen steht der Verein auf Wunsch zur Seite. Ziel ist es, die „Freunde“ genannten Asylbewerber auf dem Weg in die Selbstorganisation ihres Lebens zu begleiten, wie Bruns es formuliert. Beliebt sind auch das gemeinsame Kochen der Frauen und der Seniorenmittagstisch.

„Und als Verein können wir auch Praktikantenstellen anbieten, die uns bei der Arbeit unterstützen“, freut sich Bruns und hofft jetzt auf Bewerbungen. Die nächsten Schritte der Zusammenarbeit werden nun unter anderem mit dem Ortsbürgermeister Bernd Ostermeyer geplant. „Wir haben da mit den Flüchtlingen eine gemeinsame Vision“, verrät Bruns – und die heißt „Integration“.

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