Kooperation oder Fusion: Volksbanken planen nächste Schritte

15. Januar 2018 @

In konsequenter Fortführung ihrer Wirtschaftlichkeitsüberlegungen, hatte die Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen mit der Volksbank Hildesheimer Börde in den vergangenen Monaten Sondierungsgespräche mit dem Ziel einer möglichen Fusion geführt. Am 19. Dezember 2017 unterzeichneten beide Banken auf Basis von jeweils einstimmigen Beschlüssen in Vorstand und Aufsichtsrat einen Kooperationsvertrag.

Die einzelnen Schritte in die Fusion – Grafik: Volksbank

Der Kooperationsvertrag der Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen mit der Volksbank Hildesheimer Börde regelt unter anderem, dass die Selbständigkeit der einzelnen Volksbanken während der Zeit der Kooperation bestehen bleibt. Er endet, wenn die im Juni stattfindenden Vertreterversammlungen beider Banken der Verschmelzung im Jahr 2018 zustimmen. Sie tritt dann wirtschaftlich rückwirkend zum 1. Januar 2018 in Kraft. Es gibt dann keine fusionsbedingten Kündigungen. Prokuren, Arbeitsverhältnisse und Altersvorsorgeregelungen der Mitarbeiter bleiben bestehen. Die neue Bank hat ihren Sitz in Hildesheim, Hauptstellen bleiben in Lehrte und Pattensen. Hoheneggelsen erhält den Status einer weiteren Hauptstelle. Die Firma lautet „Volksbank eG“ mit dem Namenszusatz „Hildesheim-Lehrte-Pattensen“. Die Vertreterversammlung der fusionierten Bank wird in Hildesheim stattfinden. Die Vertreter werden zu Informationsveranstaltungen nach Hildesheim, Lehrte und Pattensen eingeladen.

Das neue Verbreitungsgebiet der fusionierten Volksbank – Grafik: Volksbank

Der Aufsichtsrat der vereinigten Volksbank eG wird nach der Verschmelzung für die erste dreijährige Wahlperiode aus 21 Personen bestehen. Da das fusionierte Unternehmen dann mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt, werden im Rahmen des Drittelbeteiligungsgesetzes ein Drittel des Aufsichtsrates durch Arbeitnehmer gestellt. Von den verbleibenden 14 Mandaten entfallen zehn auf die Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen und vier auf die Volksbank Hildesheimer Börde. Den Vorsitz des Aufsichtsrates stellt für die erste Wahlperiode die Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen, je einen Stellvertreter die Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen und die Volksbank Hildesheimer Börde. Über die Zeit soll sich der Aufsichtsrat dann auf 18 Mandate verringern.

Der Vorstand der „neuen“ Bank soll aus dem bisherigen Vorstand der Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen, Henning Deneke-Jöhrens (Vorsitzender), Volker Böckmann, Reiner Lockhausen sowie dem bisherigen Vorstand der Volksbank Hildesheimer Börde, Jörg Biethan, bestehen. Das weitere Vorstandsmitglied der Volksbank Hildesheimer Börde, Marcus Hölzler, würde dann zum alleinigen Generalbevollmächtigten der zukünftigen Volksbank ernannt.

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