Königlicher Besuch im Sehnder Rathaus

4. Januar 2017 @

Gleich drei Majestäten und ein Hofmarschall hatten sich für gestern Morgen gegen 10 Uhr im Rathaus der Stadt Sehnde angemeldet. Natürlich war der Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke zum Empfang der Delegation in das Foyer des Gebäudes gekommen, wo er die Gäste begrüßte. Die waren ganz bekannt und hießen Caspar, Melchior und Balthasar – begleitet vom Sternträger. Angekommen waren die Sternsinger 2017, um nach ihrem traditionellen Gesang den Bürgermeister um eine Spende für ihre diesjährige Sammlung zu bitten.

Judith Schwarzer war mit den Sternsingern Matthis Halberkamp, Johannes Schwarzer, Marit Halberkamp und Jakob Schwarzer beim Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (v.re.) – Foto: JPH

Seit rund 60 Jahren begeben sich jedes Jahr Anfang Januar die Sternsinger in den deutschsprachigen Ländern auf ihre Sammeltour, um Geld für andere Kinder zu erbitten. Dieses Jahr gehen die Spenden an die Kinder in Kenia, die dort unter großer Dürre leiden, wohl eine Folge des weltweiten Klimawandels, der die Wüsten wachsen lässt. Rund 80 Auftritte absolvieren die zwei Gruppen der katholischen St. Maria-Gemeinde aus Sehnde dieses Jahr, jeweils eine vormittags und nachmittags, wobei sie nicht von Haus zu Haus ziehen, sondern gezielt die Spender aufsuchen. Das „Sternmobil“ wird dabei von Judith Schwarzer gefahren, die die Kinder auch beim traditionellen Gesang „Wir folgen dem Stern als Boten des Herrn“ auf der Gitarre begleitet. Mit ihr unterwegs sind ihre Söhne Johannes (Melchior) und Jakob (Sternträger) sowie Marit (Caspar) und Matthis Halberkamp (Balthasar), die nach dem Liedvortrag dem Bürgermeister die Spendenbox hinhielten. Der spendete für diesen insgesamt 3. Auftritt der Sternensinger im Rathaus eine „nicht zu verratende“ Summe.

Nun wird das Rathaus vom Segen der Sternsinger behütet – Foto: JPH

Danach begaben sich die Gäste und der Bürgermeister vor die Tür des Gebäudes, um dort den segenbringenden Schriftzug „20*C+B+M+17“ anzubringen. Der Schriftzug, der ganz modern mit einem Klebesticker über die Eingangstür gedrückt wurde, bedeutet jedoch nicht, wie viele nicht katholische Menschen glauben, die Anfangsbuchstaben der drei Könige mit den Kreuzen als „Trennern“, sondern stehen für „die lateinischen Worte ‚Christus Mansionem Benedicat‘ – Christus segne dieses Haus. Die Kreuze stehen für den Segen: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“, erklärte Judith Schwarzer dort. Um hoffentlich eine große Summe reicher zogen die Könige mit ihrem Hofmarschall dann im „Sternmobil“ zum nächsten Spender.

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