Informationswillkür in London nach dem Brexit?

13. Februar 2020 @

Der Deutsche Journalisten-Verband kritisiert den Versuch des britischen Premierministers Boris Johnson, wichtige Informationen über den Brexit nur ausgewählten Journalisten zukommen zu lassen. Anlass ist das für den Dienstagmorgen, 04.02.2020, angesetzte Pressebriefing in Downing Street No. 10. Das sollten die Korrespondenten mehrerer regierungskritischer Zeitungen nach dem Willen , so der DJV-Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Hendrik Zöllner.

Alle Journalisten verließen die Pressekonferenz von Boris Johnson – Foto: JPH/Symbolfoto

„Das ist Informationspolitik nach Autokraten-Manier“, wertet DJV- Bundesvorsitzender Frank Überall, „die sich für die traditionsreiche britische Demokratie nicht gehört.“ Boris Johnson sei schlecht beraten, wenn er den Kampf von Donald Trump gegen die Journalistinnen und Journalisten zum Vorbild seiner Medienkontakte mache.

Der DJV-Vorsitzende lobt in dem Zusammenhang das solidarische Verhalten der britischen Korrespondenten, die aus Protest gegen den Ausschluss ihrer Kollegen das Pressebriefing daraufhin verließen: „Gut, dass die Kollegen Johnson die rote Karte zeigen. So geht das nicht.“

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