Ilten feiert sich – und seine lange Geschichte

17. August 2017 @

Das große Fest in Ilten am vergangenen Wochenende litt zwar anfangs ein wenig unter dem schlechten Wetter, doch im Laufe des Nachmittags und frühen Abends, als es trockener wurde, stieg auch die Zahl der Besucher merklich an. Die feierten sich selbst, wenn sie Iltener waren, oder das 777-jährige Bestehen des Ortes, wenn sie von auswärts kamen. Mit einer „Partymeile“ entlang der Hugo-Remmert-Straße wurde dem Datum mit der besonderen Zahl gedacht – und es dabei hochleben gelassen. Zahlreiche Vereine und der Ortsrat hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um ein so tolles Fest anzubieten.

Gemeinsam beim Bierzapfen am CDU-Stand: Christoph Dreyer, Andreas Heinen und Ralf Oehlschläger (v.li.) – Foto: JPH

Am Sonnabend war die Straße vor dem Schützenhaus komplett gesperrt, denn dort war eine echte Partymeile mit allem Zubehör eingerichtet, um das 777-jährige Jubiläum des Ortes gebührend zu feiern. So gab es Leckereien, wie Waffeln, Brezeln, Crêpes und Zuckerwatte, oder etwas für den deftigeren Hunger mit Pommes Frites, Cheeseburger und Chile Burgern. Dazu kamen Kinderbelustigungen mit Löschübungen am Feuerwehrstand, eine Hüpfburg, eine Spielecke mit Großem 4-Gewinnt sowie Möglichkeiten zum Malen. In der Weinschänke des Vereins „Unser Dorf Ilten“ zeigte man mit Hilfe eines Beamers Bilder und Videos aus alten und neuen Iltener Tagen, während dem Wetter geschuldet die Vorführungen der Sportakrobaten „Akrophobia“, der Iltener Kids und Schüler wegen des Regens meistens in der Halle des MTV Ilten stattfanden. Das Programmangebot ging dabei von 14 bis 19.30 Uhr – und endete ab 19.30 Uhr mit der Band „Paukerface“ der KGS und anschließend mit der Disco von DJ V.Pi. ab 21 Uhr.

Dreimal durfte Yussuf (4) unter Aufsicht von Jan Döring das Feuer löschen – Foto: JPH

Guten Zuspruch hatten auch die Kaninchenzüchter aus Ilten mit ihren Tieren und der Info-Wagen der Jägerschaft mit zahlreichen Waldtieren, die viele Kinder und Jugendliche anlockten. Aber auch der Popcorn-Stand mit Schmalzkuchen- und Bunte-Tüten-Angebot des Fördervereins der Wilhelm-Raabe-Schule war ein Magnet für die Jüngeren. Die Älteren suchten gerne den weiter hinten in der Straße gelegenen Getränkestand der Iltener CDU auf. Hier schenkten die Ortsratsmitglieder nicht nur Flüssiges aus, sondern standen auch für politische Diskussionen und Gespräche zur Verfügung. Dort fand sich auch der Landtagskandidat der CDU im Wahlkreis, Christoph Dreyer, ein, um sich mit den Bürgern zu unterhalten. „Das Fest ist ein tolles Engagement von Andreas Heinen“, lobte Dreyer den stellvertretenden Ortsbürgermeister. „Das bekommt nicht jeder Ort so hin. Das zeigt auch, dass die Dorfgemeinschaft hier funktioniert.“ Und Heinen ist auch froh, dass sich die im Januar begonnene Arbeit gelohnt hat: „Die zurückliegenden vier Wochen war ich fast täglich für das Fest aktiv. Glücklicherweise hatte ich im Vorsitzenden des Schützenverein Carsten Elges einen erfahrenen Berater mit großem Know-How an der Seite. Stressig waren die kurzfristigen Zu- und Absagen, die Anmeldungen von Gema bis Strom. Zu loben ist auch die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Sehnde.“ Nun aber freut sich seine Frau wieder auf ein etwas ruhigeres Leben, fügt er noch hinzu.

Als Highlight spielte die Band Paukerface ab 19.30 Uhr – Foto: LAK

Ins Fest integriert war auch die Kunstaustellung der „Iltener (G)gestalten“ im Schützenhaus, die sowohl Sonnabend wie Sonntag geöffnet war.  Sie bot zahlreiche Kunstwerke zu erschwinglichen Preisen an, vom Leuchtturm bis zum motorsägengeschnitzten Uhu. Die Treckerausstellung mit historischen Fahrzeugen und Geräten entlang der Straße zwischen den Ständen dort rundete die geschichtliche Feier des Ortes gelungen ab. Sicher ist auch, dass die Iltener wohl nicht wieder 111 Jahre auf eine Wiederholung warten wollen.

LAK/JPH

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