Gar gruselig ist’s in Ilten

1. November 2017 @

Gar gruselig ist’s in Ilten. Um genau zu sein, im Kälberanger. Dort stehen Geister im Garten, schweben durch die Luft und aus dem Nebel erhebt sich ein Grabstein – dazu klappt gegenüber ein Sarg auf. Begrüßt wird der Gast durch ein Skelett im Kerker. Nebel wallen am helllichten Tag, auf dem Grabstein von 666 vor Christus lauert eine große Tigerspinne. Und doch kommen viele Iltener, um sich diesen Horror anzusehen.

In Ilten gibt riesige Spinnen und Särge öffnen sich des nachts – Foto: T. Kowal

Mit ihrem „Halloween-Haus“ haben Tobias und Jacqueline Kowal und Andreas und Claudia Freudenberg sowie Florian Lips und Katrin Pflüger in der Iltener Straße Am Kälberanger einen sehenswerten Blickpunkt aus Horrorspaß und technischem Finesse gestaltet, wegen dem es sich lohnt, dorthin nicht nur nachts zu pilgern. Bereits 2015 haben die jungen Leute begonnen, den Garten vor und hinter dem Haus an Halloween zu einem Horrorhaus umzugestalten, das auch als Blickfang für nicht Halloween-affine Leute sehenswert ist. 2016 kamen dann zusätzliche Ideen in den Garten und dieses Jahr sind dort die ersten beweglichen Geister unterwegs und überfallen vor dem Haus die Ankömmlinge. „Wir basteln fast das ganze Jahr daran“, so sagen Pflüger, Kowal und Freudenberg. „Dann sitzen wir unten und entwickeln auch neue Ideen. Damit die nicht verloren gehen, werden sie auch gleich notiert.“ Tolle und sehr sehenswerte Sachen sind so bisher dabei herausgekommen – und machen sicher nicht nur den Nachbarn Freude. Außerdem stellt die Gruppe solche Dekos vor dem Haus auch zu Weihnachten und Silvester auf.

Zum Entwurfsteam gehören Andreas Freudenberg, Katrin Pflüger und Tobias Kowal (v.li.) – und vielleicht das Skelett hinter Gittern? – Foto: JPH

Der Aufbau der Anlage zu Halloween dauerte eine Woche – abends nach der Arbeit, versteht sich. Schon seit Juni haben die sechs Halloween Fans rund 300 Stunden entwickelt und gebastelt. „Die Anlage kommt nicht nur bei den Nachbarn gut an“, sagt Tobias Kowal. „Wir haben bislang etwa 60 bis 70 Besucher hier gehabt.“ Und sicher sollten sich noch mehr Leute die schöne, gruselige Anlage ansehen. Pech hatten die Sechs dieses Jahr durch den Sturm „Herwart“. „Vor dem Sturm haben wir alles abbauen müssen“, so Pflüger. „Und am Sonntagabend haben wir es wieder aufgebaut.“ So kann heute die Feier mit rund 20 Gästen im Garten beginnen – die sind natürlich alle entsprechend des Anlasses verkleidet. Also – keine Angst, wenn Sie in Ilten mal auf Frankenstein, Zombies oder Gruselmonster treffen: die wollen nur feiern – im Kälberanger.

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