Für bessere Hebammenhilfe in der Region: Niedersachsen starten Hebammenzentrale

20. August 2019 @

Sie beraten während der Schwangerschaft und unterstützen bei der Vorbereitung auf die Geburt – Hebammen sind wichtige Begleiterinnen für werdende Mütter. Jede Frau hat einen gesetzlichen Anspruch auf die Hilfe einer Hebamme, doch diese sind rar: Viele Schwangere haben große Mühe, eine Hebamme zu finden, die verfügbar ist. Die Region Hannover startet jetzt gemeinsam mit pro familia Niedersachsen und dem Hebammenverband Niedersachsen eine „Hebammenzentrale“, die die Versorgung von Schwangeren und jungen Familien verbessern soll.

Die „Hebammenzentrale“ – Foto: Micha Neugebauer

„Die Hebammenzentrale wird dazu beitragen, die angespannte Versorgungssituation von werdenden Müttern und Familien in der Region deutlich zu entschärfen“, so Cora Hermenau, Dezernentin für Öffentliche Gesundheit der Region Hannover. „Hebammen stärken Familien in dieser aufregenden Umbruchphase nachhaltig – wir wollen allen werdenden Müttern in der gesamten Region die Teilhabe an diesem präventiven und gesundheitsfördernden Angebot ermöglichen.“ Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Gesundheitsamtes der Region Hannover, ergänzt: „chwangerenvorsorge, Geburtshilfe und Wochenbettbetreuung sind aus medizinischer Sicht wichtige Aufgaben, die dem Kind die besten gesundheitlichen Voraussetzungen auf den Lebensweg geben und damit die Lebensqualität von jungen Familien steigern.“

Die Hebammenzentrale, die jetzt offiziell an den Start geht, bündelt und vermittelt Hebammenhilfen, berät Hebammen, die in die Freiberuflichkeit (wieder) einsteigen wollen und ist Ansprechpartnerin für werdende Familien rund um die Suche nach einer Hebamme. Die Internetseite der Zentrale soll zur übersichtlichen Hebammenbörse werden: Hier können sich alle freiberufliche Hebammen aus der Region mit ihren freien Kapazitäten registrieren.

Die Ansprechpartnerinnen der neuen Hebammenzentrale Region Hannover: sind Christina Reinartz, Nina Obermayer und Christina Aust (v.li.) – Foto: Region Hannover/S. Wendt

Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt, die Evaluation während der Projektlaufzeit soll Daten über die aktuelle Versorgungssituation in der Region Hannover und damit Impulse für künftiges Arbeiten liefern. Die Region übernimmt die Kosten von 360 000 Euro, der Hebammenverband Niedersachsen begleitet die Hebammenzentrale konzeptionell, pro familia Niedersachsen übernimmt die Trägerschaft.

Die Leitung der Hebammenzentrale liegt in den Händen der Hebamme Christina Aust, die zusammen mit ihren Kolleginnen Nina Obermayer und Christina Reinartz die telefonischen Sprechzeiten – täglich sechs Stunden – der Zentrale betreut. Frauen und Familien bekommen hier Hilfe, wenn sie Fragen zur Hebammenhilfe haben oder einen Platz in einem Geburtsvorbereitungs- oder Rückbildungskursus suchen. Hebammen erhalten Unterstützung etwa zu Fragen rund um die Freiberuflichkeit, auch bei der Suche nach Praktikumsstellen hilft die Zentrale. Kernstück des Projekts ist die Internetseite der Zentrale.

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