Freien-Fahne wird restauriert und im Regional-Museum gezeigt

19. Januar 2017 @

Die Freien-Fahne von 1863 ist seit über zehn Jahren im historischen Museum in Hannover zur Aufbewahrung im Lager untergebracht. Sie hat  starke Alterungsspuren und wird klimatisch zum Erhalt des Tuches auf richtiger Temperatur und Luftfeuchtigkeit gehalten. Die historische Flagge soll nun restauriert werden.

Carmen Marquardt, Erhard Niemann, Hinrich Stulle, Dr. Andreas Fahl (v.li.) begutachten die „Freien-Fahne“ im Historischen Museum – Foto: Niemann

Nachdem die Selbstverwaltung „Das Große Freie“ im Amtshaus in Ilten 1859 aufgegeben und  Burgdorf zugeschlagen wurde, fand das letzte „Freienschießen“ der Reihenstellenbesitzer 1863 im Flakenbruch, dem Wald zwischen Ilten und Lehrte, statt. Zu diesem Treffen wurde die bekannte „Freien-Fahne“ in den gelbweißen hannoverschen Landesfarben angeschafft. Dort beschloss man auch, alle 15 Jahre ein Wettschießen aller Reihenstellenbesitzer aus den Dörfern des „Großen Freien“ durchzuführen. Dieser Brauch schlief aber 1909 ein.

1954 wurde mit der Gründung der „Schützenbruderschaft das Große Freie“ an diese Tradition wieder angeknüpft. Seitdem findet das Freienschießen alle drei Jahre mit dem Luftgewehr – stehend aufgelegt – statt.

Der Vorsitzende des Regional-Museums Sehnde, Erhard Niemann, setzte sich deshalb mit dem Deputierten der Reihenstellenbesitzer des großen Freien, Hinrich Stulle, in Verbindung, um über eine Restaurierung des historischen Stückes zu entscheiden. Stulle organisierte mit dem stellvertretenden Direktor des historischen Museums in Hannover, Dr. Andreas Fahl aus Sehnde, und der Diplom-Restauratorin für Textil und Leder, Carmen Marquadt, einen Termin zur Besichtigung und bezüglich der Restauration der Flagge. Sehr beeindruckt von der „Freien-Fahne“ entschieden Stulle und Niemann die Instandsetzung des historischen Stückes in die Hände von Marquardt zu geben. Einen Termin zur Fertigstellung konnte Marquardt den beiden Besuchern allerdings noch nicht nennen, weil so eine Arbeit vom Ablauf und dem Arbeitsbedarf her nicht vorhersehbar ist.

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