Fast 20 000 Menschen steigen Sehnde „aufs Dach“

22. August 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Der Berg rief – und fast alle kamen. An zwei Tagen war großes Fest auf dem Dach Sehndes, wie die Sehnder ihren Kalimandscharo auch nennen. Dort hatte die Firma Veranstaltungsteam um Lisa Aulich am Sonnabend eine große Party mit Livemusik organisiert und am Sonntag dann zum Familienfest in luftige Höhe gebeten. Der Einladung folgten am Sonnabend rund 5000 Menschen, am Sonntag kamen mehr als 14 000 „zu Besuch“.

Viel Spaß gab's im AeroTrim des KiJU-Treff - Foto: JPH

Viel Spaß gab’s im AeroTrim des KiJU-Treff – Foto: JPH

Mit zwei Bands, DJ und Feuershow startete das Berg-Wochenende in Sehnde bei nahezu perfektem Wetter. 5000 Feierfreunde hatten sich aufgemacht, um den nächtlichen Blick auf die Stadt zu haben und gleichzeitig an einer der besten Locations Sehndes bis morgens um 2 Uhr zu feiern. „Um kurz nach 2 Uhr machten die Band „bäm“ Schluss und bis 3 Uhr war der Berg komplett geräumt“, sagte Ines Raulf, Stadtmanagerin und „Chefplanerin“ des Bergfestes am Sonntag. Dann wurde aufgeräumt und umgebaut, denn um 10 Uhr am Sonntag startete die Höhen-Action wieder mit dem ökumenischen Gottesdienst und ab 11 Uhr ging es halbstündlich mit neuen Attraktionen weiter. Im Laufe des Tages, der nur einen kurzen Regenschauer verzeichnete, machten sich mehr als 14 000 Besucher allen Alters auf den Weg, den Berg zu besuchen. Neben vielen Fotos, die aus luftiger Höhe und aus einer nicht alltäglichen Perspektive gemacht wurden, gab es Getränke, Kaffee und Kuchen, Crêpes und Karussells, Beratung und Vorführungen.

Sarah Peters und Dr. Thomas Vögel vom Präventionsrat fragten zur häuslichen Gewalt - Foto: JPH

Sarah Peters und Dr. Thomas Vögel vom Präventionsrat fragten zur häuslichen Gewalt – Foto: JPH

Alles jedoch litt dieses Mal unter einem heftigen Wind, der laut Messung der Stadtfeuerwehr durchaus 30 Kilometer pro Stunde an der Westseite erreichen konnte – und der zu viel Staub auf der oberen Ebene führte. Das tat jedoch dem Spaß keinen Abbruch, obwohl die eine oder andere Planung dadurch „verweht“ wurde. „Wir konnten leider die Feuerwehrpuppenbühne wegen des Windes nicht aufbauen und auch das Brandhaus nicht in Betrieb nehmen“, so Stadtfeuerwehrsprecher Tim Herrmann. „Aber wir haben ersatzweise unter anderem ‚Feuerwehr-Millionäre‘ gespielt und Jeopardy. So war es trotz des Regens und des Windes ein gelungener Tag.“ Auch der neue Messestand konnte dem Wind nicht widerstehen und blieb verpackt.

Wie kommt fder Mensch in den Affenkäifg, fragte sich der Bürgermeister - Foto: Kulturverein Sehnde

Wie kommt der Mensch in den Affenkäfig, fragte sich der Bürgermeister (re.) – Foto: Kulturverein Sehnde

Die Traktorenschau lockte Oldtimerinteressierte an, die DRK- Kaffee-Ecke war zum Nachmittag gut besucht und an der Gyro-Maschine „Aero-Trimm“ vom KiJu-Treff gab es eine Warteschlange. Der Sehnder Präventionsrat bot neben der Gelegenheit zu Informationsgesprächen auch eine Ratefrage nach der Prozentzahl zu Frauen, die häusliche Gewalt erfahren. Vor dem Zelt testeten viele Autofahrer die Rauschbrille – und waren von der Auswirkung von 0,8 Promille überrascht. Bis zuletzt war es zudem voll am Quattro-Kicker der Bibelgemeinde Sehnde, in dem vier Spieler gegeneinander antraten und Tore schossen.

Auf der Bühne zeigten Gruppen und Vereine ihr Können, so die ADTV-Tanzschule von Julia Schmidt, die MTV-Akrobaten oder die Bands Paukerface und die Brightbags – die beide zur Freude der Besucher am Nachmittag aufspielten – und erwartungsgemäß viel Applaus vom Berg mitnehmen konnten.

Zum Abschluss begeisterten The Brightbags das Publikum - Foto: JPH

Zum Abschluss begeisterten The Brightbags das Publikum – Foto: JPH

Zufrieden zeigten sich sowohl der Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke als auch die Stadtmanagerin Ines Raulf zum Schluss des Festes, dass bekanntlich nur alle drei Jahre stattfinden kann. Keine großen Probleme, ein friedlicher Verlauf und somit eine harmonische Veranstaltung. Dabei gab es aber auch bislang unbestätigte Informationen, dass das Bergfest fast vor seinem Ende steht muss und nur noch einmal stattfinden kann, weil dann der Berg seine zu erwartende Abdeckung erreicht hat und begrünt wird. Bis dahin aber wird das Dach Sehndes auf jeden Fall noch einmal bestiegen.

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