DFB und DFL begrüßen Gesetz zur Strafbarkeit von Wettbetrug und Spielmanipulation

13. März 2017 @

Als wichtigen Schritt haben der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die DFL Deutsche Fußball Liga den Beschluss des Deutschen Bundestages zur Strafbarkeit von Wettbetrug und Spielmanipulation begrüßt. Einen von Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, vorgelegten Gesetzesentwurf hatte der Deutsche Bundestag am gestrigen Donnerstagabend in Zweiter und Dritter Lesung beschlossen.

Wettbetrug soll ausgeschlossen werden – Foto: JPH

DFB-Präsident Reinhard Grindel sagt: „Spielmanipulation gehört genauso wie Doping zu den größten Bedrohungen der ethisch-moralischen Grundwerte im Sport. Dass künftig die staatlichen Stellen auf Grundlage des gerade beschlossenen Gesetzes gegen Manipulation, Korruption und Betrug auch mit effektiven Strafverfolgungsmaßnahmen wie Durchsuchungen und Abhörmaßnahmen konsequent vorgehen können, ist ein ganz wichtiger Schritt zur Wahrung der Integrität des Sports.“ DFL-Präsident Dr. Reinhard Rauball meint: „Das Gesetz ist ein wesentlicher Baustein für den Schutz der Integrität des Sports. Auch der Fußball selbst wird weiterhin alle ihm möglichen Anstrengungen zum Kampf gegen Wettbetrug und Spielmanipulation unternehmen.“

In einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz heißt es: „Die künftigen Straftatbestände umfassen korruptive Manipulationsabsprachen bei Sportwettbewerben. Während der geplante Straftatbestand des Sportwettbetrugs (§ 265c StGB) Manipulationsabsprachen bei Wettbewerben erfasst, auf die eine Sportwette gesetzt werden soll, ist der Straftatbestand der Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben (§ 265d StGB) für Manipulationsabsprachen bei hochklassigen Wettbewerben mit berufssportlichem Charakter vorgesehen.“

Zur Bekämpfung von Spielmanipulation gibt es im deutschen Fußball vielfältige Maßnahmen. Als einen Schwerpunkt haben DFB und DFL seit 2012 ihre diesbezüglichen Präventionsmaßnahmen durch das Projekt „Gemeinsam gegen Spielmanipulation“ in enger Abstimmung mit Transparency International Deutschland entwickelt, gebündelt und weitergeführt. Vor allem junge Spieler sollen unter dem Motto „Dein Sport. Deine Karriere. Deine Verantwortung. – Spiel kein falsches Spiel“ frühzeitig und vorbeugend über Hintergründe von Spielsucht und Manipulationen aufgeklärt werden. Zu den Maßnahmen gehören seither auch Schulungen in den Klubs und deren Leistungszentren. Darüber hinaus fungiert ein Ombudsmann als unabhängiger Ansprechpartner.

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