„Bürgerbüro aus dem Koffer“ ermöglicht mobile Betreuung

22. Dezember 2016 @

Zu einer Neuerung in der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Sehnde und der JVA Schnedebruch ist es seit vergangener Woche gekommen. Dabei „errichtet“ die Stadtverwaltung Sehnde jetzt eine „Außenstelle“ des Büros in der Strafanstalt – mobil und umfassend.

In der JVA Schnedebruch gibt es nun eine „Verwaltungsaußenstelle“ – Foto: JPH

Die Stadt Sehnde wird mit dem Einzug der Strafgefangenen in der JVA  für eine Mehrzahl der Leute Wohngemeinde und damit die zuständige Verwaltungsstelle für alle staatlich-hoheitlichen Vorgänge, seien es die Ausstellung des Personalausweises, die Regelung von Sozialhilfe bis hin zur Eheschließung. Für all diese Vorgänge mussten bislang die Gefangenen der JVA das Rathaus aufsuchen – natürlich in Begleitung des entsprechenden Wachpersonals und mit jeweils einem Dienstfahrzeug der Justizverwaltung.

Durch die neue Anschaffung des „Bürgerbüros aus dem Koffer“ können derartige Transporte jetzt deutlich reduziert werden. Denn nun werden viele Verwaltungsvorgänge direkt in der JVA durch einen Mitarbeiter der Stadtverwaltung erledigt. In der Blackbox ist Elektronik enthalten, die vieles ermöglicht: Fotos machen, scannen, Fingerabdruck aufzeichnen und drucken. Auch standesamtliche Vorgänge und soziale Aufgaben lassen sich damit erledigen. Der Besuch der Mitarbeiter der Stadt sollen regelmäßig erfolgen, wobei der Zeitrahmen noch abgeschätzt werden muss. Dieser Koffer gibt der Stadtverwaltung zudem hohe Flexibilität, sich auch an anderen Stellen, beispielweise in Betreuungseinrichtungen, um die Belange der Bürger zu kümmern, die nicht mehr selbst zum Rathaus reisen können. Ob allerdings auch ein regelmäßiger Besuch der Sehnder Ortsteile geplant ist, war nicht herauszubekommen.

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