Bücherregal in der Volksbank bleibt ein Magnet

5. April 2017 @

Auf Initiative des Bündnisses für Familie sind im Jahr 2010 in der Filiale der Volksbank Sehnde und im damaligen Café Chadeur gegenüber je ein Bücherregal unter dem Motto „Regal statt egal – Lesen ist ein Geben und Nehmen“ eingerichtet worden. Seitdem betreuen die Mitarbeiter der Volksbank Sehnde die einzig verbliebene Einrichtung.

Oliver Falk (re.) und Andreas Heger (li.) erhielten ein Dankeschön von Vivienne Köhne (2.v.re.) und Jennifer Glandorf (2.v.li.) und die brachten neue Kinderbücher mit – Foto: JPH

Die Idee hinter dem nach wie vor aktuellen Projekt des Bündnisses für Familien ist die Tatsache, dass viele Bücher nach nur einmaligem Lesen in den Papiermüll wandern, obwohl viele andere Lesebegeisterten noch Freude daran haben könnten. „Menschen begegnen sich am Regal, wir fördern das Lesen und wir helfen Leseinteressierten, Geld zu sparen“, so die Absicht des Initiators, des ehemaligen Sehnder Pastors Andreas Schmidt. Wer ein Buch nimmt, stellt ein anderes ins Regal – so die Ursprungsabsicht. „Die funktioniert noch heute, auch im Zeitalter des E-Books“, sagt Vivienne Köhne, Sprecherin des Bündnisses für Familien gestern in der Volksbank Sehnde.

Der Besuch des einzigen verbliebenen Regals des Bündnisses hatte dabei zwei besondere Gründe. „Zunächst möchten wir den Mitarbeitern der Volksbank einfach mal Dank sagen für die sieben Jahre gute Betreuung der Einrichtung“, so Köhne und Jennifer Glandorf, als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Sehnde auch für das Bündnis zuständig. „Aber während das Tauschen der Bücher klappt, geht eines leider nicht so wie gedacht. Die Kinderbücher, die hier eingestellt waren, sind über die Zeit verschwunden.“ Und so hatten Köhne und Glandorf nicht nur ein Dankeschön für den Filialleiter der Volksbank Oliver Falk und seine Leute mitgebracht, sondern auch ein paar neue Kinderbücher. Die übergaben sie dem Vertreter von Falk, Andreas Heger, der sie in Griffhöhe der kleinen Leser einordnete.

„Ich finde es schön, dass sich Leute hier begegnen“, sagte Falk über die „Tauschbücherei“ in seiner Filiale.“Das Regal ist eher voll als leer, die Idee funktioniert. Meistens sind es ältere Personen, die hier tauschen, wobei sich Männer und Frauen die Waage halten.“  Die Erfahrungen will das Bündnis jetzt nutzen, um mit den neuen Betreibern des Cafés „Nordisch nett“ über die Wiedereinrichtung eines gleichen Regals zu sprechen. „Dort wäre dann auch gleich ein Leseplatz mit Kaffee-Möglichkeit“, meint Köhne – und natürlich Eis für die Kleinen.

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