AWO-Wohnhaus in Höver feiert Sommerfest

18. August 2017 @

Das Wohnhaus für Geflüchtete der AWO Region Hannover in Höver feierte vor kurzem ein Sommerfest mit Nachbarn, Unterstützern und Gästen aus der Politik und Verwaltung. Die Gäste waren nicht nur aus Höver selbst, sondern auch aus Sehnde, Ilten und Bilm angereist – oder mit dem Polizeiwagen, wie der Sehnder Kontaktbeamte Polizeikommissar Stefan Flohr.

Ein reichhaltiges Büffet erwartete die Gäste in der Einrichtung – Foto: JPH

Die Gastgeber, die Bewohner aus dem Irak, Syrien, Somalia und dem Iran hatten viel vorbereitet für Kinder und Erwachsene, ein üppiges Büffet und Spielmöglichkeiten, Info-Tafeln und Köön-Ecke. Derzeit, so die Einrichtungsleiterin Franziska Burbulla, kommen allerdings nur wenige Neuankömmlingen ins das Haus, das für ein Dutzend Bewohner allerdings bereits seit Beginn der Unterbringung in Sehnde als heim dient. „Die Asylverfahren besonders der ersten Ankömmlinge aus dem Iran dauert sehr lange. Da hat die Erfassung wohl nicht sauber geklappt“, vermutet Burbulla. Aber es ziehen mehr aus als ein – so der Trend.

Dann begrüßte die Einrichtungsleiterin neben dem Sehnder Bürgermeister Carl Jürgen lehrke, such die Landtagsabgeordnete Dr. Silke Lesemann und das Ratsmitglied Fritz Wilke.  „Heute feiern wir nicht nur den Sommer, sondern wir wollen vor allem Sie, liebe Gäste, feiern. Seit mehr als einem Jahr erfahren wir im Haus so viel Gutes von Ihnen“, sagte sie in ihrer Begrüßungsrede. Die AWO Einrichtung war im Februar 2016 eröffnet worden und bietet derzeit 58 Zugewanderten ein Zuhause. Nach anfänglichem Misstrauen in Höver hat sich alles anders ergeben. So lobte sie in ihrer Begrüßung die tolle Nachbarschaft und die hervorragende Unterstützung durch das ehrenamtliche Flüchtlingswerk Sehnde: „Es ist toll, dass wir so engagierte Partner vor Ort haben.“

Bashar Abdoushman (li.) erklärt dem Kontaktbeamten Stefan Flohr die Entwicklung des Hauses – Foto: JPH

Dr. Lesemann, zugleich Vorsitzende der AWO Region Hannover, freute sich ebenfalls über die Unterstützung durch das Flüchtlingsnetzwerk und „die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Es ist zudem ein gutes Zeichen, dass so viele Bürger der Einladung gefolgt sind.“ Auch der zuständige Fachdienstleiter Hans Nordhorn bestätigte, dass entgegen der ersten Aufregung im Ort nur beste Rückmeldungen kämen. Bürgermeister Lehrke lobte seinerseits die gute Arbeit in Höver und verwies darauf, dass der Aufenthalt dort nur ein Übergang sein solle. Auch ehemaliger Flüchtling ist inzwischen in Höver aktiv und betreut seinerseits nun die Geflohenen. Bashar Abdoushman, der inzwischen eine Ausbildung als Sozialassistent absolviert hat und im Sudan Englische Literatur studiert hatte, unterstützt das Team seit 2016.

Die Bewohner und Helfer hatten ein großes Buffet in ihrer Küche für ihre Gäste aufgebaut. Rehana Jahangir und ihre Mutter Mojabin Khojasha servierten Reis mit Küfte, ein traditionelles afghanisches Gericht. Die beiden leben seit einem Jahr in Höver. „Es gefällt uns sehr in Sehnde“, sagte Rehana. „Die Mitarbeiter in unserem Haus sind sehr nett und wir haben hier tolle Nachbarn.“ Und bei so viel guter Vorbereitung wurde das Sommerfest dann auch ein voller Erfolg.

(Neufreischaltung)

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