Ausbildungssparte von Holcim mit Qualitätssiegel „EINS+“ ausgezeichnet

23. Oktober 2017 @

Das Qualitätssiegel „EINS+“ erhielt die Firma Holcim in Höver von der IHK Hannover aus den Händen des Leiters der Abteilung Berufsbildung, Professor Dr. Günter Hirth, in der vergangenen Woche übergeben. Das Unternehmen hatte sich dazu mit seinen Ausbildungssparten „Baustoffprüfung“, „Elektrotechnik“ und „Metallbearbeitung“ einem intensiven Prüfungsverfahren, dem sogenannten Audit, unterzogen und dabei die Vergabekriterien erfüllt. Damit ist Holcim in Höver der vierte Betrieb in der Region Hannover, der diese begehrte Auszeichnung aufhängen darf.

Professor Dr. Günter Hirth übergibt die Auszeichnung an Personalleiter Gerald Gibalowski (2.u.3.v.re.) von Holcim im Besein von Azubis – Foto: JPH

„Das Gütesiegel ist mit erfahrenen Ausbildern gemeinsam entwickelt worden“, sagte Professor Dr. Hirth bei der Übergabe im Rahmen einer kleinen Feierstunde in Anwesenheit der direkt betroffenen Ausbilder und Azubis. „Das Prüfungsverfahren läuft in der Region seit 2016 und bislang haben es nur drei weitere Betriebe geschafft, das Qualitätssiegel zu erhalten.“ Dabei ist die Prüfung kein Zuckerschlecken, denn man muss dazu nicht nur einen umfangreichen Eigenbericht anhand eines Fragebogens abliefern, sondern auch eine Prüfung vor Ort ablegen. Dabei werden die Auszubildenden ohne Anwesenheit von Ausbildern und Betriebspersonen befragt und deren Antworten dann in die Prüfung einbezogen. „Das schlaucht ganz schön“, so Gerald Gibalowski, Personalleiter von Holcim in der Region und im Werk Höver. Und der Personalreferent und Ausbildungsleiter Jonathan Möller aus Höver fügt hinzu: „Dabei wurden auch unsere Bemühungen um unsere Auszubildenden geprüft. Wie gewinnen wir sie, wie führen wir sie in den Betrieb ein, welche Inhalte haben wir in den Ausbildungen und wie ist die Prüfungsvorbereitung und die Übernahme nach Abschluss der Ausbildung.“ Zudem gab es am 17. September eine ganztägige Prüfung in Höver mit drei Prüfern der IHK, die sich alles ansahen – von der Vorstellung der Firma, über die Begehung der Werkstätten bis hin zur Besprechung des Fragenkatalogs. Dazu kamen die unabhängigen Gespräche mit den Ausbildern und den Azubis, die einen hohen Stellenwert im Audit haben. „Das ist aber gut, denn es hilft uns auch, eigene Lücken zu erkennen“, sagt Gibalowski, „und sie dann abzustellen.“

Die Crew der Ausbilder mit Stephan Schickedanz (re.) und den 23 Azubis der Firma freuen sich über das Siegel – Foto: JPH

Schließlich ist die Werbung von Azubis in der Region Hannover aufgrund der Angebotslage gar nicht mehr so einfach und dabei ist das Qualitätssiegel „EINS+“ ein guter Hinweis für Bewerber auf die Güte des Ausbildungsbetriebes. Zudem gibt es bei Holcim noch andere Ausbildungsvorteile, die die Azubis nutzen können. „Wir haben dieses Jahr drei Azubis in Auslandsaufenthalte bei Partnerbetrieben im Rahmen ihrer Ausbildung geschickt. So war einer in Malta und zwei in Großbritannien für drei Wochen“, teilt Möller mit. Das sind auch besondere Bewertungskriterien im Rahmen des Audit-Verfahrens.

„Es gibt auch nur etwa ein Duzend Bewerber in der Region, die sich dem intensiven Prüfungsverfahren stellen wollen“, so Professor Hirth. Und deshalb dankte der Personalleiter Gibalowski auch seinen drei Ausbildern, Bastian Schmidt (Baustoffprüfung), Stephan Schickedanz (Elektroausbildung) und Cord Gniesmer (Metallbereich) für die intensive und gute Vorbereitung des Fragebogens zum 12. September. „Ich weiß, Spaß geht anders“, so Gibalowski, aber nun sind alle Beteiligten, einschließlich der 23 Azubis froh, für die nächsten drei Jahre das Siegel ihr eigen nennen zu können. Und vielleicht finden sich ja nun auch viele Bewerber für die jährlich angebotenen drei Ausbildungsplätze im Bereich Elektrotechnik, drei im Bereich Metallausbildung und einer im Bereich Baustoffprüfung. Das Siegel sollte dabei eine gute Entscheidungshilfe sein.

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