Ausbildungsbeginn beim Klinikum Wahrendorff

30. Juli 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Für 57 junge Menschen begann gestern ihre Ausbildung in verschiedenen Berufen im Klinikum Wahrendorff. Drei Jahre wird es dauern, bis sie Altenpfleger, Heilerziehungspfleger oder Gesundheits- und Krankenpfleger sind. Aber auch kaufmännische und handwerkliche Berufe stehen auf der Ausbildungsliste. Die Begrüßung Donnerstagmorgen durch die Geschäftsführer Dr. Rainer Brase, Heide Grimmelmann-Heimburg, Ausbildungsmanagerin Diplompsychologin Andrea Kath und die Leiterin der Akademie für Pflege und Soziales, Cordula Schweiger erfolgte im Dorffgemeinschaftshaus in Köthenwald. Dabei waren zunächst eine Kennenlernphase angesagt, die dazu diente, dass sich die Azubis der verschiedenen Ausbildungsberufe untereinander vermischten und die Scheu und Abgrenzung voreinander abbauten.

Die begrüßung begann mit einer Kennenlernphase - Foto: JPH

Die begrüßung begann mit einer Kennenlernphase – Foto: JPH

Eine Gruppe der „Neu-Wahrendorffer“ war bereits seit 1. April an der Einrichtung, weil sie ein Freiwilligenjahr dort absolvierten. Auch sie haben sich nun ganz bewusst dafür entschieden, einen der angebotenen Pflegeberufe zu erlernen. Sie alle begrüßte zunächst Dr. Brase, der sie nun „als Teil der Mannschaft, des Teams mit rund 1400 Mitarbeitern“ willkommen hieß. „Sie alle werden jetzt das Namensschild tragen und sind ab sofort ein Teil des Bildes von Wahrendorff und der Versorgung der Bewohner. Ich freue mich, dass Sie sich für uns entschieden haben. Wir wünschen Ihnen alles Gute und einen guten Start.“ Heide Grimmelmann-Heimburg forderte die neuen Mitarbeiter auf, die drei Jahre zu nutzen und sich auch andere Bereiche außerhalb des eigenen Ausbildungsbetriebes anzusehen. „Es gibt viele Möglichkeiten und Wege bei uns. Seien Sie offen und scheuen Sie keine Fragen.“

Die neue Ausbildungsgruppe mit den Geschäftsführern und Ausbildern - Foto: JPH

Die neue Ausbildungsgruppe mit den Geschäftsführern und Ausbildern – Foto: JPH

So starteten 31 Schüler mit der dreijährigen Ausbildung zur Altenpflege und Heilerziehungspflege, 17 Gesundheits- und Krankenpfleger in Kooperation mit anderen Ausbildungseinrichtungen, acht Kaufleute im Gesundheitswesen, davon drei im dualen Studiengang sowie ein Maler und Lackierer gestern in die Ausbildung. „Wir hätten gerne weitere vier Altenpfleger ausgebildet, aber das Bewerberaufkommen war nicht danach“, sagte Andrea Kath. „Es haben sich zu wenige gemeldet. Vermutlich hat der Beruf noch ein schlechtes Image. Deshalb freuen wir uns auf die Zusammenlegung der Pflegeausbildungen im kommenden Jahr.“

Mit in der Ausbildungsgruppe im Alter zwischen 18 und 40 Jahren sind auch drei Jugendliche aus Kamerun, die nach zwei Jahren Vorbereitung im eigenen Land nun im Rahmen eines schon länger laufenden Kooperationsprojektes Pflegeberufe erlernen; sechs sollen noch kommen. „Zunächst haben die Jugendlichen in ihrer zweijährigen Vorbereitung intensiv Deutsch gelernt und sind nun hier in der Ausbildung. Wir hoffen, dass sie danach noch einige Zeit bei uns bleiben“, erklärt Cordula Schweiger zu dieser speziellen Ausbildung. „Wir haben schon Kameruner in den Ausbildungsgängen und gute Erfahrungen mit ihnen gemacht.“

Victoria-Sophie Hoppe hat sich gezielt für den Beruf entschieden - Foto: JPH

Victoria-Sophie Hoppe hat sich gezielt für den Beruf in der Pflege entschieden – Foto: JPH

Die 23 jungen Männer und 34 jungen Frauen haben nach Abschluss ihrer Ausbildung gute Chancen auf eine Übernahme. „2016 haben wir 99 Prozent von den Azubis übernehmen können, die sich auf eine Stelle bei uns beworben haben“, freut sich Kath. „Das waren immerhin 23 Personen.“

Auch Victoria-Sophie Hoppe (20) aus Hannover freut sich auf die neue Aufgabe. „Ich bin schon seit 1. April als Freiwillige hier in Wahrendorff und habe mich daher gut mit dem Beruf auseinandersetzen können“, erläutert sie ihre Wahl. „Bislang habe ich die Entscheidung nicht bereut, die Schule macht Spaß und die Arbeit mit den Menschen und ihre unterschiedlichen Krankheitsbilder sind spannend.“ Hoppe ist jetzt im offenen Bereich in Ilten tätig und hat auch schon mit den Bewohnern einen Ausflug ins Eisstadion am Pferdeturm gemacht – zu den Indians, die hier ausgesprochen beliebt sind. Wie für sie persönlich schon am 1. April, so beginnt nun für die übrigen Azubis eine spannenden Zeit mit vielen neue Eindrücken, Lernerfolgen und Aufgaben – zum Wohl der Bewohner.

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