Auschwitz-Gedenktag an der KGS mit Ausstellung

7. Februar 2018 @

Dieses Jahr fiel der Tag, auf den eine Schülergruppe der KGS Sehnde ein ganzes Schulhalbjahr hingearbeitet hat, auf einen Sonnabend. Es ist der Tag, den die Vereinten Nationen 2005 zum internationalen Gedenktag erklärt haben –  die Rede ist von dem internationalen „Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“. Das Datum, der 27. Januar, verweist auf die historische Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz an eben jenem 27. Januar 1945.

Die Karte des Grauens über das III. Reich – Foto: JPH/Archiv

Schon im Jahr 1996 war der 27. Januar durch den früheren Bundespräsidenten Roman Herzog zum nationalen Gedenktag erklärt worden.  Aufgrund des konkreten historischen Bezugs hat sich die Bezeichnung „Auschwitz-Gedenktag“ etabliert, die zugleich Arbeitstitel der Arbeitsgemeinschaft (AG) und des Konzepts an der KGS Sehnde geworden ist.

Im Vorraum des Gebäudekomplexes der Unterrichtsräume F1 bis F4 steht man bereits inmitten der Arbeitsergebnisse der Arbeitsgemeinschaft – verteilt auf vier Räume zu den Themenfeldern „Überleben und jüdisches Leben“, „Konzentrationslager Auschwitz“, „heutiges Gedenken“ und „individuelle Reflexion“.  Gemäß dem 2016 entworfenen und dann 2017 von dem gesamten Kollegium der KGS Sehnde  beschlossenen Erinnerungskonzept versteht sich diese Ausstellung als Umsetzung des Siegels „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ in ein integratives Projekt.

Integrativ meint, das Gedenken an den Holocaust zu einem nachhaltigen Schulprojekt  zu machen, dessen Kern interessierte Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgänge und aller Schulzweige der KGS Sehnde bilden. Sie haben sich dabei ebenso ihrer persönlich motivierte  Anteilnahme wie der gesellschaftlichen Nachfrage nach schulischen Initiativen zum Gedenken, Aufklären  und Handeln gegen Rassismus und Antisemitismus gestellt. Eine solche gesellschaftliche Nachfrage war, ist und bleibt akut, was die folgende Äußerungen verdeutlichen möge: „Wer heute noch sagt, es sei nicht so oder nicht ganz so schlimm gewesen, der verteidigt bereits, was geschah, und wäre fraglos bereit zuzusehen oder mitzutun, wenn es wieder geschieht“, schrieb der Philosoph Th.W. Adorno 1966 in „Erziehung nach Auschwitz“. Kurz zuvor hatte die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Holocaust  in der Bundesrepublik Deutschland begonnen.

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