Werden die südlichen Ortsteile der Stadt Sehnde vernachlässigt ?

19. Juni 2017 @

Werden die südlichen Ortsteile der Stadt Sehnde von der Entwicklung abgekoppelt? Diese Frage stellt sich Einwohner Hermann Schneider aus Bolzum in einem Leserbrief an die Sehnde-News und macht sich um das Aussehen des Ortes Sorgen – wobei er sich noch an bessere Zeiten erinnert.

Ungepflegt war das Umfeld am Denkmal – Foto: H. Schneider

„Die ehemalige Gemeinde Bolzum hatte damals nur einen Gemeindebediensteten für die Außenflächen, aber der Ort sah immer ordentlich aus. Bolzum war in den 60-iger Jahren sogar einmal das ‚Schönste Dorf im Landkreis Hildesheim-Marienburg‘!“, schreibt Schneider. Nun hat er jedoch das Gefühl, dass die Ortsteile „hinter dem Kanal“, also von Bolzum bis Müllingen,  vernachlässigt werden, was die Pflege der öffentlichen Flächen betrifft. „Der Ortsrat andererseits macht Fahrradtouren durch den Ort im Rahmen der Ortsbegehung – und sieht diese Missstände nicht?“ fragt er.

Der Bach selbst ist nicht zu erkennen – Foto: H. Schneider

So gibt es beispielsweise den zugewachsene Billerbachgraben in Bolzum. „Ein starker Gewitterguss und es laufen dort wieder einige Keller voll – und jeder beginnt wieder über ‚Hochwasserschutz‘ zu diskutieren. Auch das Ehrenmal in der Straße Am Mühlenberg ist ungepflegt. Es ist eine Schande für die Stadt Sehnde und den Ortsteil Bolzum“, so Schneider weiter. Allerdings, so teilt er mit, hat er seinen Brief auch an die Stadtverwaltung geschickt – und kurz danach wurde am Ehrenmal gemäht, freut er sich.

Von einer „Vernachlässigung“ kann keine Rede sein, so Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke dazu. Tatsächlich werden die Bereiche jetzt im Frühsommer überall gepflegt. Dafür sind immer drei bis vier Mitarbeiter des Baubetriebshofes zuständig, die natürlich auch die Vegetationsphasen berücksichtigen müssen – denn außerhalb der Austriebsperiode lohnt sich eine Mahd nicht. Aber sie können natürlich nicht überall zugleich beginnen. Bezüglich des Baches, der Beeke, so Lehrke, folge man zudem den Empfehlungen der Experten zum Hochwasserschutz, die zu einer zweimaligen Pflege der Beeke im Jahr geraten haben. Davon steht die erste nun an, nachdem die Vegetation dort getrieben hat. Es kann jetzt also nur noch wenige Tage dauern, bis die Mitarbeiter auch damit beginnen.

 

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