Bernd Miehe aus Rethmar startet beim Wien-Marathon

17. April 2012 @ 0 Kommentare

Eine ganz besondere Laufreise unternahm MTV-Rethmar-Läufer Bernd Miehe am vergangenen Wochenende. Mit einem Lauffreund fuhr er in die österreichische Hauptstadt Wien, um dort am diesjährigen “29. Vienna City Marathon” teilzunehmen. Seit zwölf Wochen haben sich Miehe und sein Laufpartner auf diesen besonderen Marathon in der Hauptstadt der Alpenrepublik vorbereitet. Gemeinsam trainierten sie wochenlang nach einem für sie persönlich abgestimmten Laufplan, um sich auf diesen Jahreshöhepunkt vorzubereiten. Leider verletzte sich Miehes Mitläufer Marco Mitte Februar bei einem Skiurlaub in Südtirol, so dass sich Miehe nun ohne sportliche Unterstützung auf die 42195 Meter durch die österreichische Hauptstadtmetropole machen musste. Allerdings war Lauffreund Marco mitgereist, um ihn auf der Marathonstrecke tatkräftig zu unterstützen.

Der Marathon führt direkt am Wiener Prater vorbei - Foto: Privat

Die überaus abwechslungsreiche Laufstrecke führte an allen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei. Gleich nach dem Start ging es über die Reichsbrücke, die hier über die Donau führt. Kurz danach, zwischen Kilometer zwei und drei, kommt dann auch schon eine der großen Sehenswürdigkeiten der österreichischen Hauptstadt in Sicht: Der Wiener Prater mit dem weltberühmten Riesenrad. Aber Miehe konnte den Sehenswürdigkeiten in diesem Moment nur wenige Blicke würdigen, er konzentrierte sich ganz auf seinen Lauf. Nach knapp einem Drittel der Laufstrecke kam er bei Kilometer 16 an Schloss Schönbrunn vorbei, einem der schönsten Schlösser Österreichs. Weitere 16 Kilometer weiter ist man am Wiener Sportstadion, dass den Namen eines berühmten österreichischen Fußballtrainers trägt. Der ist auch bei uns in Norddeutschland wohl bekannt: Der ehemalige Erfolgstrainer des HSV in den 80-er Jahren, Ernst Happel. Er ist Namensgeber dieses Stadions geworden.

Dort waren es für Miehe nur noch knapp zehn Kilometer. Voller Sehnsucht blickte er in die Ferne und suchte die Umrisse des Stephansdom, in dessen Nähe sich das Ziel befand. Marathonläufer kennen dieses Gefühl, dass sich auf den letzten Kilometern einstellt. Jeder Schritt wird gezählt, jeder Schritt, der einen dem Ziel näher bringt. Die Suche nach den Kilometerschildern steht jetzt im Vordergrund. Kilometer 38, 39, dann 40; ach wie ist das schön. “Die letzten beiden schaffe ich auch noch”, denkt sich dann jeder Läufer. Schon hier stehen die Zuschauer zu Tausenden und beklatschen die Wettkämpfer und rufen ihnen Ermunterungen zu.

Bernd Miehe mit Medaille nach dem Lauf - Foto: Privat

Und dann kommen sie, Kilometer 41 und dann die heiß ersehnte “42″. Jetzt sind sie da, die allerletzten 195 Meter, die einem Langstreckenlauf zu einem „echten Marathon“ machen. An Hunderten von Zuschauern vorbei geht es über den roten Teppich dem Zielbogen entgegen. Noch 10 Meter, noch fünf, noch einer und dann die Ziellinie. Der letzte Schritt ins Marathonglück.

Miehe hat es geschafft, in 4 Stunden, 22 Minuten und 4 Sekunden hat er den 29. Vienna City Marathon bewältigt. Dabei belegte er in seiner Altersklasse M 45 den 716. Platz von 856 Teilnehmern. In der Gesamtwertung wurde er 3939 der Männerwertung von insgesamt 4852 gestarteten Männern. Geschafft – und Glückwunsch an sich selbst!

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