Herbstwanderung des Heimatbundes „Unser Höver“

12. Oktober 2017 @

Die Herbstwanderung des Heimatbundes „Unser Höver“ führte die Teilnehmer dieses Jahr nach Lühnde. Die Kirche in Lühnde war bis in das 12.Jahrhundert hinein die zentrale Kirche für die etwa 25 Dörfer von Algermissen bis nach Lehrte und von Groß Lobke bis nach Höver.  Am 11.Mai 1117 löste sich das Dorf Evern von der Mutterkirche in Lühnde. Dieses Datum steht auch für die erste urkundliche Erwähnung von der St. Martins-Kirche und von Lühnde. In diesem Jahr wurde deshalb das 900-jährige Jubiläum gefeiert.

Viele Dinge gab es in der Kirche zu entdecken – Foto: M. Holaschke

Die historische Verbindung und das Jubiläum waren für den Heimatbund „Unser Höver“ auch der Grund, die diesjährige „Herbstwanderung“ in Lühnde durchzuführen, um mehr über den Ort zu erfahren.

Die Wanderung begann mit dem Besuch der Kirche mit ihrem Wehrturm, in dem die Menschen bei Gefahr hinter den zwei Meter dicken Mauern Schutz fanden. Der ursprüngliche romanische Bau wurde in den vergangenen Jahrhunderten mehrfach verändert. Das ist im Chorraum mit seinen hohen Fenstern und den gotischen Spitzbögen deutlich zu sehen. Es sind viele Details, wie der Altar, das Taufbecken, der Kronleuchter oder das mittlere Fenster hinter dem Altar, die Schlusssteine in den Gewölben und weitere Besonderheiten, die den besonderen Reiz dieser Kirche ausmachen.

Die Quelle ist heute ein „gewöhnlicher“ Brunnen – Foto: M. Holschke

Das Jubiläum war auch der Anlass für eine Ausstellung über die Geschichte von Kirche und Dorf. Sie befindet sich in den Räumen einer ortsansässigen Firma und beschreibt Lühnde in seiner Rolle als Kirchen- und Gerichtsort und in seiner Entwicklung bis heute.

Beim anschließenden Rundgang wurde den Besuchern aus Höver das alte Dorf präsentiert. Hier wird deutlich, dass sich in den vergangenen Jahren sehr viel verändert hat. Es gibt aber immer noch Gebäude und Orte, die einen Einblick in Geschichte Lühndes erlauben. Dazu gehört auch die Quelle, die dem Ort den Namen gab und die heute ein schlichter Brunnen ist.

Mit diesen Eindrücken, die die Stadtführer Herr Eggers, Frau Beinker und Herr Busche vermittelten, endete der Besuch in Lühnde dann mit einem gemeinsamen Mittagessen.

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