Drei Landtagskandidaten besuchen die Exportverpackung Sehnde

8. September 2017 @

Zu einem Informationsbesuch sind am Mittwoch der Sehnder Landtagskandidat Christoph Dreyer (CDU) mit dem CDU-Spitzenkandidaten Bernd Althusmann und dem Nachbarkandidaten aus Lehrte, Hans-Joachim Deneke-Jöhrens, nach Sehnde gekommen, um sich über die Arbeit und Probleme von mittelständischen Firmen zu informieren. Dabei hatten sie sich auf Empfehlung von Dreyer die Firma Exportverpackungen Sehnde GmbH ausgewählt. Dort empfingen sie gemeinsam mit 20 weiteren örtlichen CDU-Mitgliedern die Firmenbesitzer Thorben und Björn Scharnhorst.

Hans-Joachim Deneke-Jöhrens, Bernd Althusmann, Christoph Dreyer und Michael Eggers (v.re.) informierten sich mit rund 20 weiteren Personen beim Mittelstand – Foto: JPH

Das seit 1897 existierende, nun seit 2008 in fünfter Generation familiengeführte Unternehmen, ist auf hochwertige Holzverpackungen und Verpackungsdienstleistungen spezialisiert. Dabei besteht die Firma eigentlich aus drei Unternehmen, denn neben dem besuchten Betrieb gehören auch noch die Holzverpackung Hannover GmbH und die neue Nexis dazu. Die Gäste bekamen zunächst eine Einführung in das Unternehmen, seine Firmenphilosophie und die Schwerpunkte des Engagements erläutert. Dabei geht die Hauptorientierung in den Bereich Asien, Nord- und Südamerika sowie Osteuropa. Der in Sehnde ansässige Betrieb bildet zudem auch in drei Zweigen aus. Zudem ist die Firma ein Sponsor im lokalen Sportbereich.

Ein Rundgang komplettierte den Besuch – Foto: JPH

Nach den einführenden Informationen ging es um die Wünsche und Bedürfnisse des Mittelstandes, die ein weltweit agierendes Unternehmen zur wirtschaftlichen Entwicklung an die Landespolitik hat. Dabei kam das immer wieder angesprochene Thema der Digitalen Bandbreiten und schnellen Übermittlungen auch hier zur Sprache. Während im Maschinenpark alles schnell und digital gesteuert ablaufen kann, sind im Bereich der Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden immer noch Bremsen feststellbar. Leider sind Entwicklungen nur dort zu verzeichnen, wo es sich für die Kommunikationsanbieter lohnt zu investieren. Andere Bereiche bleiben einfach außen vor – woran die Initiative der Bundesregierung bislang auch keine spürbaren Entlastungen gezeigt hat. Zudem, so Scharnhorst, besteht auch ein dringender Handlungsbedarf im Bereich IT-Sicherheit, der sich für den Mittelstand an der Praxis orientieren müsse  – und nicht an amerikanischen Kriterien. „Leider“, so Scharnhorst, „richten sich diese ganzen initiativen immer an den großen Firmen wie VW, Thyssen-Krupp oder Siemens aus. Das hilft uns gar nichts.“ Althusmann bestätigte, dass auch er Deutschland im Bereich der Gigabit-Kommunikation als „Entwicklungsland“ sehe.

Bernd Althusmann (mi.) dankte Thorben und Björn Scharnhorst (re.hi.) für die Informationen – Foto: JPH

Auch bürokratische Hemmnisse bei Genehmigungen, so Scharnhorst, müssen man abbauen. So dauere es immer noch viel zu lange, bis Vorhaben bearbeitet und genehmigt würden. Das hält mit der Wirtschaftsrealität nicht Schritt. Und natürlich ist der sich verschärfende Arbeitskräftemangel für die Betriebe ein wachsendes Problem. „Dabei“, so Scharnhorst, „denke ich für uns in der Logistik vor allem an die Kraftfahrer und Holzbauer. Also nicht die hochspezialisierten Fachkräfte. Hier sollte man die Flüchtlinge integrieren und ihnen Arbeit zu vernünftigen Bezügen anbieten – und keine Söldnermentalität entstehen lassen, nur weil der Nachbarbetrieb 10 Cent mehr bietet pro Stunde.“ Auch hier sagten die Besucher eine langfristige Unterstützung zu.

Ein Rundgang durch die Produktions- und Verpackungsbereiche rundeten den Besuch ab, bevor die Gruppe sich für die praxisnahe Darstellung der Anforderungen eines mittelständische Betriebs für die Zukunft bedankte und den Betrieb wieder verließ.

 

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