Astrid-Lindgren-Schule peppt Pausenkost auf

9. August 2017 @ 0 Kommentare

Ab sofort gibt es frische Gurken, Radieschen und Äpfel – vom Nöhrenhof in Lehrte direkt in die Astrid-Lindgren-Schule in Sehnde geliefert.  Denn die Schule nimmt mit Beginn des neuen Schuljahres an der von EU und dem Land Niedersachsen geförderten Initiative für das Schulobst-Programm. Damit ist die Astrid-Lindgren-Schule die erste und bislang einzige Sehnder Bildungseinrichtung, die das Angebot nutzt, so die Leiterin Marina Woywodt gestern Morgen beim Besuch der Sehnder Landtagsabgeordneten Dr. Silke Lesemann. Sie machte sich ein Bild von der  Lieferung und der Nutzung der neuen Schulversorgung.

Die erste Schulobstlieferung kam bei den Kindern der Klasse 3 b gut an. Marina Woywodt (li.) und Silke Lesemann (re.) freut das – Foto: JPH

Für viele Kinder unbekannt waren die Radieschen, wie Woywodt berichtete. Sie gelten als eher scharf und gehören zu den Gemüsesorten, die Kinder deswegen erwartungsgemäß weniger mögen. Doch weit gefehlt. „Alle Radieschen fanden reißenden Absatz“, berichtete die Leiterin der Grundschule. Die erste Lieferung mit den gesunden Lebensmitteln traf Montag in der Schule  ein und es gab ein erstes gemeinsames Frühstück der 180 Schüler mit frischem Obst und Gemüse. „Ich bin überrascht, wie gut das sofort angenommen wurde. Unsere Schülerinnen und Schüler essen sehr gern Obst und Gemüse – das kann man schon nach einem Tag sagen“, so Woywodt. Jeden Montag erhalte von nun an jede Klasse drei Kisten mit den frischen Lebensmitteln, wobei diese in den Kisten aufgeteilt nach Haltbarkeit sind. Der Nöhrenhof liefert sie und in Empfang genommen werden sie von den „Obstbeauftragten“, die diesen Dienst für die Klasse ab jetzt übernehmen. „Das Programm unterstützt somit außerdem die regionale Landwirtschaft“, betonte Lesemann. Irgendwann in diesem Schuljahr sollen die Schüler sogar den Hof besuchen und erfahren, wo und wie ihr Obst und Gemüse angebaut wird. „Das ist zudem eine gute Komponente für den Unterricht“, sagte Lesemann. Ziel des Programms sei es, Themen wie gesunde Ernährung, Tierhaltung und (regionale) Landwirtschaft praktisch in den Unterricht zu integrieren.

In der ersten Kiste am Montag befanden sich diese Woche Radieschen und Möhren, in der zweiten Tomaten und kleine Gurken und in der dritten Äpfel, aufgeteilt nach der jeweiligen Haltbarkeit. Nächste Woche wird es etwas anderes geben, je nach Saison – und im Winter sicher auch entsprechendes Obst und Gemüse.

Getragen wird das Programm von der EU mit 3,3 Millionen Euro für Niedersachsen, ko-finanziert durch das Land mit jährlich zusätzlich bis zu 1,5 Millionen Euro. „Ziel ist es, dass alle Schulen teilnehmen können. Deshalb darf es nicht finanziell gedeckelt sein und die Landesregierung hat die Zusatzfinanzierung eingeplant“, betonte Lesemann. Das EU-Programm gebe es schon viele Jahre, aber erst Rot-Grün habe dafür gesorgt, dass es in Niedersachsen umgesetzt wird.

Das Schulobstprogramm passe hervorragend in das Profil der Astrid-Lindgren-Schule, so Woywodt, die sich mit ihrer Einrichtung um die Teilnahme beworben hatte. Man wolle den Kindern viel Freiraum für Bewegung bieten und sie frühzeitig für gesunde Ernährung sensibilisieren, so die Schulleiterin. „Mit gesunder Ernährung können sie die Anstrengungen des Tages besser meistern.“ Und sie geht auch davon aus, dass nach den ersten  Erfahrungen am kommenden Wochenende nichts mehr von dem Inhalt der drei Kisten in den neun Klassen übrig bleiben wird.

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