3. Station der Sommertour der Gruppe SPD – Die Grünen

8. August 2017 @ 0 Kommentare

14 Mitglieder der Gruppe SPD-B‘90/Die Grünen haben sich am vergangenen Freitag unter der Leitung von Olaf Kruse zu ihrem letzten Besuch anlässlich der diesjährigen Sommertour zunächst zur Besichtigung des städtischen Baubetriebshofs und anschließend des Feuerwehrhauses in Sehnde getroffen. Begleitet wurden sie von der Ersten Stadträtin Bettina Conrady.

Steffen Bartelt (re.) zeigte den Besuchern die „historischen“ Waschräume – Foto: O. Kruse

Auf dem Baubetriebshof begrüßte sie der Leiter Steffen Bartelt. Er informierte die Besucher zunächst über die den Baubetriebshof betreffenden Fakten. Dem schloss sich ein Rundgang über das 7973 Quadratmeter große Gelände mit den verschiedenen Gebäuden und Hallen an. Bereits im Jahre 1976 wurde mit dem ersten Bauabschnitt des Baubetriebshofs begonnen, in dem auch heute noch die Sozialräume mit Umkleideraum und Duschanlage sowie die Werkstatt untergebracht sind. Fertigstellung war im Jahre 1979. Bei der Besichtigung, insbesondere der Duschen und WC-Anlagen, wurde deutlich, dass hier ein Sanierungsbedarf besteht, der zeitnah angegangen werden muss.

In den Jahren 1980 und 2007 wurden die Groß- und Personenwagengaragen mit der Streuguthalle und das Bürogebäude errichtet. Aufgrund der Fahrzeugausstattung sowie des Aufgabengebiets befinden sich auf dem Baubetriebshof besondere Einrichtungen wie ein Ölabscheider, eine nach Wasserrecht genehmigte Kehrgutfläche, ein Öl- und Kraftstoff- sowie ein  Schüttgutlager. Alle für den Gebrauch dringend benötigten Materialien sind so grundsätzlich vor Ort verfügbar.

Der Baubetriebshof verfügt mit dem „Werkhof“ über eine Außenstelle auf dem Gelände des zentralen Friedhofs in Sehnde an der B 443, der bereits aus der Zeit vor der Gebietsreform im Jahre 1974 stammt. Hier kümmern sich zwei Friedhofsgärtner als eineinhalb Vollzeitarbeitskräfte um die Pflege der Wege und das Begleitgrün sowie die Ausführung der Erdarbeiten bei Bestattungen und bei der Einebnung von Gräbern. Insgesamt sind zurzeit 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Baubetriebshof beschäftigt – dieselbe Anzahl wie vor fast 35 Jahren, was ein Zeitungsartikel vom 18. Januar 2013 belegt. Dies macht im Zusammenhang mit dem Wachstum der Stadt Sehnde in diesem Zeitraum deutlich, dass die Arbeiten mit diesem Personal nur durch eine entsprechende Ausstattung mit Maschinen und einem veränderten Pflegestandard bewältigt werden können, wie die Delegation feststellte.

Das Personal besteht momentan aus den Friedhofsgärtnern, einem Müllwerker, einem Maler, Gärtnern, Straßenbauern, Kraftfahrern, Maschinisten, Kraftfahrzeug- und Nutzfahrzeugschlossern, einem Maurer, einem Tischler, dem lokalen „Kümmerer“, einem „Allrounder“ sowie zwei Mitarbeitern in der Verwaltung. Ausbildungsplätze werden hier durch die Stadt leider nicht angeboten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Sehnde kümmern sich unter anderem um die Pflege der städtischen Grünanlagen und Spielplätze, die Ausbesserung von Löchern in den Gemeindestraßen, die Reinigung von 95 der 180 Kilometer Kehrstrecke (85 Kilometer werden mit einer Kleinkehrmaschine von aha gereinigt) und den jährlichen Winterdienst. Dabei sind sie bereits ab 4 Uhr früh in ihren Fahrzeugen unterwegs. Die Mitarbeiter des Baubetriebshofs werden aber auch zu Sondereinsätzen, wie Unwetterlagen, Gefahrenabwehr und der Beseitigung von Ölspuren hinzugezogen.

Auch bei der Feuerwehr ist dringender Handlungsbedarf vorhanden – Foto: O. Kruse

Einsätze bei Unwetterlagen, zur Gefahrenabwehr und die Beseitigung von Ölspuren gehören neben der „Hauptaufgabe Löschen“ auch zu den vielfältigen Aufgaben (retten, löschen, bergen, schützen) der Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet Sehnde., die im Anschluss an den Bauhof ebenfalls am Borsigring gelegen, besucht wurde.

Von der Einsatzfähigkeit der Schwerpunktfeuerwehr Sehnde überzeugten sich die Besucherinnen und Besucher der Gruppe SPD-B‘90/Die Grünen bei ihrem Besuch im Feuerwehrhaus Sehnde. Ortsbrandmeister Sven Grabbe informierte dabei ausführlich über die Aufgaben der freiwilligen Feuerwehr, den Fuhrpark und die Liegenschaft.

Im Zusammenhang mit der vom Rat der Stadt Sehnde für den Haushalt 2017 beschlossenen Konzeption über die künftige Unterbringung der Schwerpunktfeuerwehr sowie Beschaffung eines Hubrettungsfahrzeugs lag das Hauptaugenmerk bei diesem Besuch eindeutig auf den baulichen Gegebenheiten am Standort im Borsigring in Sehnde. Neben einer fehlenden räumlichen Trennung der Spinde mit der Einsatzkleidung von den Einsatzfahrzeugen („schwarz-weiß-Bereich“), einer räumlichen Trennung der Geschlechter beim Anziehen der Einsatzkleidung, einer ausreichenden Anzahl von geschlechtergetrennten Duschen, fehlen auch direkt zu erreichende Fahrzeugboxen und Lagerflächen. So sind beispielweise das nur hin und wieder bei Tauchereinsätzen benötigte Boot und Materialien wie Ölbindemittel in einem Nebengebäude untergebracht. Zudem müssen für die Arbeit in der Kinder- und Jugendfeuerwehr die vorhandenen Räume mit den Aktiven geteilt werden. Hier fehlen eigene Räumlichkeiten, in denen man Bastelarbeiten auch mal bis zum nächsten Dienst liegen bleiben könnte sowie das Lagern von kinder- und jugendspezifischem Material.

Nicht zuletzt die Beschaffung eines neuen Hubrettungsfahrzeugs macht es erforderlich, dass sich die Politiker im Rat der Stadt Sehnde auch mit dem baulichen Zustand dieser Liegenschaft der Stadtfeuerwehr Sehnde auseinandersetzen müssen. Ein neues Hubrettungsfahrzeug wird aufgrund der inzwischen größeren Abmessungen eines solchen Fahrzeugs nicht mehr in die vorhandenen Fahrzeugboxen passen.

Ortsbrandmeister Sven Grabbe machte bei diesem Besuches deutlich, dass man aus Sicht der Ortsfeuerwehr Sehnde gern am vorhandenen Standort bleiben würde und die baulichen Voraussetzungen für eine auch in der Zukunft gut aufgestellte Schwerpunktfeuerwehr Sehnde möglichst hier geschaffen werden sollten.

Bei diesem Besuch frischten die Mitglieder der Gruppe SPD-B‘90/Die Grünen ihre überwiegend bereits vorhandenen Kenntnisse auf, um im Rahmen der anstehenden Beratungen fundiert entscheiden zu können – und vor allem die Wünsche und Erfordernisse der ehrenamtlich tätigen Feuerwehrmitglieder kennen zu lernen.

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