ALDI-Logistikzentrum im Bebauungsplanverfahren – Gegenwind aus Aligse

22. Juli 2017 @

Der Neubau des ALDI-Logistikzentrums bei Aligse ist ein für die Stadt Lehrte sehr wichtiges Vorhaben. Denn durch die Verlegung innerhalb des Stadtgebietes wird der für das Unternehmen und die Stadt wichtige Standort in Lehrte zukunftsfest aufgestellt und langfristig gesichert.

Der Bebauungsplan wird erstellt und diskutiert werden – Foto: GAH

Aufgrund der Bedeutung des Projektes ist das Bebauungsplanverfahren sehr breit aufgestellt. Alle betroffenen politischen Gremien werden in mehreren Schritten und in jeweils öffentlichen Sitzungen umfangreich informiert und beteiligt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, insbesondere aus Aligse, haben auch die Ortsratssitzungen besucht, ihre Fragen gestellt und Informationen aus erster Hand bekommen. Der Ortsrat Aligse-Kolshorn-Röddensen, in dem das Unternehmen ALDI und das beauftragte Planungsbüro frühzeitig und regelmäßig Sachstandsberichte abgegeben haben, hat zuletzt am 25. April mit einer Gegenstimme für den Bebauungsplanentwurf und die öffentliche Auslegung gestimmt. Alle weiteren beteiligten Ausschüsse und der Rat der Stadt Lehrte sind dem Votum des Ortsrates gefolgt.

Nach den bisherigen öffentlichen Verfahrensschritten über mehrere Monate mit den zustimmenden öffentlichen Beschlüssen und nachdem zu der öffentlichen Auslegung nur eine einzige Stellungnahme aus der Öffentlichkeit eingegangen ist, kommt der Protest aus Aligse nun zumindest überraschend, so das Lehrter Rathaus. Die potentielle Fläche für das Logistikzentrum ist derzeit schon im Flächennutzungsplan als gewerbliche Baufläche ausgewiesen gewesen. Ein Bebauungsplan besteht bisher nicht. Daher wird ein förmliches Bebauungsplanverfahren nun betrieben, in dem alle gesetzlichen Vorgaben abgearbeitet und für das renommierte Gutachterbüros beauftragt werden. Nach der erfolgten öffentlichen Auslegung prüft die Verwaltung die eingegangenen Stellungnahmen der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange und erstellt eine Beschlussvorlage für die politischen Gremien. Die wird wiederum öffentlich gemacht und in öffentlichen Sitzungen beraten.

Bürgermeister Klaus Sidortschuk ist durch die plötzlichen Einwände überrascht – Foto: Stadt Lehrte

Die Aussage, es handele sich um „ein baurechtliches Bubenstück hoch drei“, so die Stadtverwaltung Lehrte, und die Frage „Warum tut uns die Stadt das an?“, mit der der Ortsbürgermeister zitiert wird, „verkennen oder verleugnen gar rechtstaatliches Handeln der Stadt“, teilt die Stadtverwaltung mit.  „Die Stadt Lehrte ist an Recht und Gesetz gebunden und wird dementsprechend alle Belange, natürlich auch die der Einwohnerinnen und Einwohner in Aligse, in die Abwägungen einbeziehen“, so Bürgermeister Klaus Sidortschuk in einer Stellungnahme dazu.

Alle Sorgen werden aufgegriffen und in das Verfahren einbezogen, das die Stadt in aller Sachlichkeit und mit größter Transparenz fortgesetzt, versichert der Bürgermeister. Bei den zu dem Thema folgenden öffentlichen Sitzungen, im Ausschuss und im Stadtrat, haben die Bürger wie immer Zutritt und können dort ihre diesbezüglichen Fragen vorbringen.

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