Zukunft in der Pflege – Besuch im Klinikum Wahrendorff

29. April 2017 @

Zum diesjährigen Zukunftstag hatte auch das Klinikum Wahrendorff in Köthenwald wieder die interessierten Jugendlichen eingeladen. Dort sollten sie sich über die vielfältigen Möglichkeiten der Ausbildung bei dem Unternehmen der Gesundheitsbranche informieren und sich ein Bild von den Arbeitsaufgaben nicht nur in der Pflege machen. 44 Jugendliche, 18 Jungen und 26 Mädchen, hatten sich dafür angemeldet.

In lockerer Runde wurde erst einmal das Eis gebrochen – Foto: JPH

Alles war wieder bestens organsiert als die jugendlichen Gäste im Dorff-Gemeinschaftshaus (DoG) eintrafen. Eine Ausstellung, die das Klinikum in Zusammenarbeit mit proRegio erarbeitet hatte bot den Besuchern die Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen, bevor um 9 Uhr die Begrüßung der Gäste im DoG durch den Geschäftsführer Bernd Senger erfolgte. Er wies die Jugendlichen darauf hin, dass man sich freue, so viele Interessierte an einem der angebotenen Ausbildungsberufe der Einrichtung zu sehen – und das die Gäste das Beste aus diesem Tag für sich machen sollten. „Man kann sich aber auch nur über den freien Tag freuen“, so schloss er.

„Wir haben uns selbst ein Limit an Teilnehmern gesetzt“, sagte Andrea Kath, eine der Mitorganisatorinnen des Zukunftstages, „denn es gab über 60 Anfragen.“ Das Programm, das Kath und unter anderem eine Ausbildungsklasse der APS, der Ausbildungseinrichtung des Klinikums, vorbereitet hatten, war doch sehr anspruchsvoll. Nach Kennenlernspielen in vier Gruppen ging es danach in Kleingruppen in den ersten Workshop des Tages, die Besuche und Infos auf den Stationen. Daran schloss sich, nach der Mittagsverpflegung unter anderem mit Hot Dogs, der zweite Workshop an, bevor es zum Abschlusstreffen und zur Preisverleihung im DoG kam. Während des ersten Workshops hatten die Besucher die Möglichkeit, mit einem kleinen Fragebogen an einer Verlosung teilzunehmen – Gewinnen waren unter anderem Kinokarten.

Elias (11) erprobt mit Hilde von Kimberly Giese die Aufgaben der „Arbeitstherapie“ – Foto: JPH

Die Gäste im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren, kamen dabei aus dem ganzen Regionsbereich in den Sehnder Ortsteil. Nachdem die APS-Schüler sich, ihre Motivation für den Pflegeberuf und ihre Arbeit vorgestellte hatten und die Ice Breaker Spiele vorbei waren, besuchten die Schüler  in acht Gruppen die Stationen. Auffällig war an diesem Tag auch wieder, dass die Pflege nach wie vor eine typische weibliche Domäne zu sein scheint. Dies bestätigte auch Lukas Kramm (22), der in der Ausbildungsklasse der APS ist. „Wir haben vier Jungen und acht Mädchen in unserer Klasse.“ Er hatte sich nach einem Praktikum für diesen Beruf entschieden, nachdem er zunächst in Hildesheim eine andere Ausbildung im IT-Bereich begonnen hatte. „Ich habe Spaß an der Arbeit mit Menschen“, sagte er, „sowohl mit den Patienten wie auch den Kollegen. Das ist hier gegeben.“

Marie Pesotska (14) (li.) bekam unter Anleitung von Anja Jager (mi.) von Catharina Ernst (15) den Blutdruck gemessen – Foto: JPH

Etwas skeptisch waren die jungen Besucher dann schon, als auf einer Station der Blutdruck gemessen werden sollte. Doch auch hier ging es mit Unterstützung der Azubis und der Kräfte auf der Station dann doch weiter, und es fanden sich „Messer“ und „Gemessene“. In der Traumatherapie versuchten die Gäste derweil ein Ei auf die Spitze zu setzen und zum Stehen zu bringen. Das ist eine von rund 350 sogenannten „Skills“, Konzentrationsübungen auf eine Aufgabe, die mit Trauma-Patienten gemacht werden, um deren Gedankenrichtung zu steuern und auf eine Aufgabe zu konzentrieren – erfuhren die Schüler. Sicher war am Ende des Tages, dass die Besucher viele neue Eindrücke mit nach Hause nahmen und sich manche Vorurteile gegenüber den Pflegeberufen in Luft aufgelöst haben dürften. Und wenn nur einige der Gäste sich für diesen Berufsweg entscheiden, hat der jährliche Aufwand sich sicher mal wieder gelohnt.

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1 Kommentar → “Zukunft in der Pflege – Besuch im Klinikum Wahrendorff”


  1. Unfrodo

    2 Monaten veröffentlicht

    Lernen die dann alle das,was man kürzlich (22.03.) in der NeuenPresse zu lesen bekam?


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