„Vergiss deinen Namen nicht“: Alwin Meyer über die Kinder von Auschwitz

26. April 2017 @

Kinder in Auschwitz: Das ist der dunkelste Fleck einer dunklen Geschichte. Sie wurden mit ihren Familien in das Vernichtungslager verschleppt oder kamen dort unter unvorstellbaren Bedingungen zur Welt. Nur wenige haben überlebt, Zeit ihres Lebens tragen sie die Spuren des Erlittenen auf dem Körper und in der Seele. Der Journalist und Filmemacher Alwin Meyer hat sich weltweit auf Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz begeben. Auf Einladung der Gedenkstätte Ahlem spricht er am Donnerstag, 27. April, 19 Uhr im Haus der Region Hannover an der Hildesheimer Straße 18 über die Erkenntnisse dieser Spurensuche. Der Eintritt zu seinem Vortrag ist frei.

Alwin Meyer (li.) und Jack Mandelbaum, eines der überlebenden Kinder, anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz“ in Berlin. – Foto: © Hubert Kreke

Als Kind in Auschwitz gewesen zu sein, diese Erfahrung ist den Menschen im wahrsten Sinnen des Wortes eingebrannt: Am Unterarm oder Schenkel eintätowiert, wächst die Häftlingsnummer mit. Auschwitz ist immer da. Am Tag, am Abend, in der Nacht: die Trennung von den Eltern und Geschwistern, die an ihnen vollzogenen medizinischen Versuche, der ständige Hunger, die Sehnsucht nach Familie, nach einem warmen Bett, nach Geborgenheit. Nach ihrer Befreiung kannten manche weder ihrem Namen oder ihr Alter, noch ihre Herkunft. Fast alle waren Waisen. Sie trauten keinem Menschen mehr, mussten mit ihren Kräften haushalten, waren voller Angst. Wie leben nach Ausschwitz?

Der Journalist und Filmemacher Alwin Meyer widmet sich diesem Kapitel der deutschen Geschichte seit 1972. Mehrere Ausstellungen, Bücher und einen Dokumentarfilm hat er dazu veröffentlicht – zuletzt ist „Vergiss deinen Namen nicht. Die Kinder von Auschwitz“ erschienen.

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