Unruhige Nacht am Hauptbahnhof Hannover durch Fußball-„Fans“

20. März 2017 @

Sowohl das Auswärtsspiel von Hannover 96 gegen den FC St. Pauli als auch die Durchreise von Berliner und Hamburger Fußballfans sorgte für eine unruhige Nacht der Bundes- und Landespolizei am Hauptbahnhof Hannover. Die Hin- und Rückreise von rund 1000 Fußballfans von Hannover 96 mit der Bahn verlief weitgehend ruhig. Bundespolizisten mussten jedoch wegen kleinerer Vorkommnisse ab und zu einschreiten.

ICEs mussten verlassen werden – Foto: JPH

Größere Probleme bereiteten dann rund 250 Hertha-Fans auf der Rückfahrt vom Spiel in Köln. Bei der Ankunft des InterCityExpress um 22.20 Uhr in Hannover weigerte sich der Zugchef, die Fahrt fortzusetzen und schloss alle Fußballfans von der Fahrt aus. Grund: saufen, rauchen, lärmen – so die Bundespolizei. Der Zug wurde auch stark vermüllt und überall pappten Vereinsaufkleber. Außerdem wurde eine Frau (21) aus Hamburg von zwei Fußballchaoten (26, 27) auf sexueller Basis beleidigt. Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren gegen die beiden Männer ein.

Zeitgleich zum Aufenthalt der Berliner wurde ein Intercity außerplanmäßig am Messebahnhof gestoppt. An Bord waren 180 Hamburger Fußballfans auf der Rückreise aus Frankfurt. Um ein Aufeinandertreffen der rivalisierenden Fangruppierungen am Hauptbahnhof zu verhindern, fuhr der Zug anschließend durch und hielt nicht am Hauptbahnhof.

Gegen Mitternacht verließen die 250 Hertha-Fans mit dem nächsten ICE die Landeshauptstadt Richtung Berlin, ohne weitere Vorkommnisse. Um 2.20 Uhr holten Bundespolizisten acht weitere Hertha-Fans aus einem InterCity. Auch sie hatten sich ordentlich daneben benommen und der Zugchef wollte sie nicht mehr mitnehmen.

Insgesamt waren 58 Bundes- und 65 Landespolizisten am Hauptbahnhof im Einsatz.

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