Vico Merklein ist „Behindertensportler des Jahres 2017“

18. März 2017 @

Überwältigt von Glücksgefühlen nahm Handbiker Vico Merklein vom GC Nendorf  auf der Bühne des GOP in Hannover die begehrte Sieges-Trophäe entgegen. Über 300 geladene Gäste freuten sich mit dem sympathischen Sportler.

Sieger Vico Merklein (vo. 2. v.li.) mit Trophäe und die anderen Kandidaten – Foto: J. Otte

St. Pauli Trainer  und Laudator Ewald Lienen, Karl Finke, Präsident des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen( BSN) sowie Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius  würdigten noch einmal die außergewöhnlichen Erfolge  der vergangenen Jahre . „Deine großartigen Leistungen, aber auch die der anderen fünf Nominierten wollen wir stellvertretend für alle unsere  Athleten feiern. Eure besonders hart erkämpften Leistungen wirken vorbildhaft auf den Breitensport und motivieren auch Nichtbehinderte. Deshalb steht ihr, und allen voran der diesjährige Wahlsieger Vico Merklein, heute Abend im Mittelpunkt unserer festlichen Gala.“

Ewald Lienen zeigte sich beeindruckt von den bemerkenswerten sportlichen Fähigkeiten der sechs Kandidatinnen und Kandidaten. „Jeder Mensch sollte Sport treiben, egal ob als Einzel- oder Mannschaftsportler. Besonders  jungen Menschen kann der Sport Erfolgserlebnisse und Werte vermitteln, die wichtig sind für einen  respektvollen Umgang im täglichen Miteinander.“

Der Wahlsieg gestaltete sich für Vico Merklein ganz anders als seine Siegesfahrt zur paralympischen Goldmedaille in Rio de Janeiro 2016. In Brasilien hatte er in einem couragierten Finale  im Straßenrennen das Zepter in die Hand genommen und seinen polnischen Konkurrenten erst kurz vor der Ziellinie bezwungen, doch bei der Wahl fiel ihm dagegen eine passive Rolle zu. Bis auf Werbung in eigener Sache musste er vor allem warten und darauf hoffen, dass die Menschen in Niedersachsen ihn mit ihrer Stimme belohnen. Mit 30,2 Prozent lag er am Ende aber deutlich vor der Konkurrenz.

Kuriosität am Rande der Veranstaltung: Mit dem anwesenden Trainer von Hannover 96, Daniel Stendel, übrigens Rücken an Rücken zu Ewald Lienen platziert, trafen sich jene Protagonisten, die nur zwei Tage später am Hamburger Millerntor um sehr wichtige Punkte kämpfen sollen. Beide Trainer kennen und schätzen sich und nutzten die Gelegenheit zu einem Plausch einmal abseits des grünen Rasens.

Joachim Otte/JPH
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